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|
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A |
nach oben |
Absicherung
-
Anwendung einer Strategie
zum Schutz eines Portfolios
oder geplanter Investitionen
gegen nachteilige
Preisänderungen.
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Additional Margin
-
Die Additional Margin dient
dazu, die zusätzlich
anfallenden
Glattstellungskosten
abzudecken. Diese
potenziellen
Glattstellungskosten würden
dann entstehen, wenn —
ausgehend vom aktuellen
Marktwert des Portfolios —
innerhalb von 24 Stunden die
angenommene ungünstige
Preisentwicklung (so
genannter "Worst-Case-Loss")
eintreten würde. Dies wird
bei Optionen und
Non-Spread-Future-Positionen
angewandt.
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Amerikanische Option
-
Eine Option, die an jedem
Börsentag vor Verfall
ausgeübt werden kann.
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Arbitrage
-
Gezielte Ausnutzung von
Preis-, Kurs- oder
Zinsdifferenzen eines
Wirtschaftsgutes (Aktien,
Anleihen, Devisen,
Rohstoffe, Optionen) an
verschiedenen Börsenplätzen
zu einem bestimmten
Zeitpunkt. In der Theorie
ist die Arbitrage ohne
Risiko, also ein risikoloser
Gewinn.
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At-the-Money
-
Eine Option, deren
Ausübungspreis etwa dem
aktuellen Kurs des
Basiswertes entspricht.
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Ausübung
-
Erklärung eines
Optionsinhabers, dass er die
Basiswerte zu den im
Optionskontrakt bestimmten
Bedingung kaufen oder
verkaufen möchte.
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Ausübungspreis
-
Der Preis, zu dem der
Basiswert bei Ausübung einer
Option bezogen oder
geliefert wird.
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B |
nach oben |
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Schweizer
Bankengruppen
Barausgleich
-
Die Abrechnung eines
Kontraktes erfolgt durch
Zahlung oder Empfang des
Barbetrages anstelle der
physischen Lieferung des
Basiswertes. Im Falle eines
Optionskontraktes wird der
Barausgleich durch die
Differenz zwischen dem
Ausübungspreis der Option
und dem
Schlussabrechnungspreis des
Basiswertes bestimmt. Im
Falle eines
Financial-Future-Kontraktes
wird er Barausgleich durch
die Differenz zwischen dem
Schlussabrechnungspreis und
dem täglichen
Abrechnungspreis des
Kontraktes am Vortag
bestimmt.
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Basis
-
Differenz zwischen dem
Basiswertkurs und dem
Future-Preis.
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Basiswert
-
Ein Titel, ein Index oder
ein anderes
Finanzinstrument, auf
den/das sich ein Options-
oder Future-Kontrakt
bezieht.
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Beta
-
Mit dem Betafaktor wird die
Sensibilität einer Aktie
oder eines Portfolios gegen
über der Entwicklung des
gesamten Marktes
ausgedrückt.
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C |
nach oben |
Call
-
Ein Optionskontrakt, der den
Käufer berechtigt, eine
bestimmte Anzahl des
Basiswertes zu einem
festgelegten Preis an oder
bis zu einem bestimmten
Datum zu kaufen (physische
Lieferung). Der Anspruch auf
physische Lieferung kann
durch einen Barausgleich
ersetzt werden
(Aktienindex-Derivate).
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CFTC
-
Die "Commodity Futures
Trading Commission" ist eine
US Behörde, die Anleger vor
Betrug und Manipulation im
Derivatemarkt schützt.
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Commodity Trading Advisor
-
Manager, der sich auf
Finanz- oder
Rohstoff-Terminmärkte
spezialisiert.
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Conversion
-
Schaffung einer
synthetischen
Short-Future-Positionen
durch das Schreiben von
Calls oder den Kauf von Puts
mit gleichem Ausübungspreis
und gleichem Verfall bei
gleichzeitigem Eingehen
einer "echten"
Long-Future-Position
(Gegenteil des Reversal).
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Convertible Arbitrage
-
Convertible Arbitrage nutzt
das Preisverhältnis zwischen
einer Wandelanleihe und der
ihr zu Grunde liegenden
Aktie aus. Wandelanleihen
(sog. Convertible Bonds)
sind typischerweise
Unternehmensanleihen, die
dem Inhaber das Recht
gewähren, jederzeit vor dem
Ende der Laufzeit die
Anleihe in eine durch
dasUmwandlungsverhältnis
bestimmte Anzahl von Aktien
des Emittenten zu wandeln.
Arbitragegewinne können
dadurch erzielt werden, dass
Preisunterschiede zwischen
den Wandelanleihen und dem
zu Grunde liegenden
Wertpapier genutzt werden.
Dies geschieht durch
quantitative Modelle.
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D |
nach oben |
DAX
-
Der Deutsche Aktienindex DAX
besteht aus 30 deutschen
Standardwerten, die nach den
Kriterien Börsenumsatz,
Börsenkapitalisierung und
Anerkennung des deutschen
Übernahmekodex in den
Indexaufgenommen werden.
Beim DAX handelt es sich um
einen Performance Index, das
heißt, bei der Berechnung
wird von einer
hypothetischen Reinvestition
von Dividenden ausgegangen.
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Dedicated Short Bias
-
Diese Strategie ist eine
spezielle Variante von
Long-Short Equity, bei der
die Manager eine Netto-Short
Position im Markt
aufrechterhalten. Short
Biased Manager gehen
meistens in Aktien oder
Derivaten Short-Positionen
ein, bei denen mit einem
Kursrückgang gerechnet wird,
z. B. auf Grund von
wesentlichen Mängeln im
Geschäftsprojekt des
Unternehmens, schlechtem
Management oder veraltetem
Produktprogramm. Die
Short-Ausrichtung des
Portfolios eines solchen
Managers muss permanent
größer als null sein, um
unter diese Kategorie zu
fallen.
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Delta
-
Der Betrag, um den sich der
Optionspreis ändert, falls
sich der Basiswert um eine
Einheit verändert.
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Derivat
-
Terminkontrakte beziehen
sich stets auf einen
Basiswert, von dem sie
abgeleitet sind. Daher
spricht man von Derivaten.
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Discretionary
-
Der Manager vertraut bei
dieser Strategie
ausschließlich auf seine
Erfahrung .Immer wieder
findet sich aber auch eine
Mischung des systematischen
mit dem diskretionären
Stils: Ein automatisches
Handelssystem triff eine
gewisse Vorentscheidung, der
Manager selektiert die
Orders, ändert oder stoppt
sie auf Grund seiner
Erfahrung und Kenntnisse.
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Distressed Securities
-
Distressed Securities
Manager investieren in
Wertpapiere von Unternehmen,
die Insolvenzschutz
beantragt haben oder
versuchen, Insolvenz dadurch
zu vermeiden, dass sie mit
ihren Gläubigern über eine
außergerichtliche
Umstrukturierung verhandeln.
Die Kurse solcher
Wertpapiere sind oft falsch
bewertet, weil viele
traditionelle Käufer
derartige Wertpapiere von in
Not geratenen Firmen
verkaufen. Deshalb können
diese Wertpapiere häufig mit
einem größeren Abschlag
erworben werden, als dies
unter Berücksichtigung des
"fairen Werts" dieser
Wertpapiere sein sollte.
|
Dow
Jones Global Titans 50-Index
-
Zu dem Dow Jones Global
Titans 50-Index gehören die
nach Marktkapitalisierung
gewichteten 50 größten
börsennotierten Unternehmen
der Welt:
|
Dow
Jones STOXX-Index
-
Dow Jones STOXX 50 und Dow
Jones EURO STOXX 50 sind die
Bluechips-Indizes der
STOXX-Familie. Sie erfassen
die 50 größtkapitalisierten
Unternehmen der
gesamteuropäischen Länder
(16) beziehungsweise der
Euroländer (10). Die Dow
Jones STOXX-Indizes sind
kapitalisierungsgewichtet.
Die Marktkapitalisierung
wird durch die Anzahl aller
Aktien einer Aktiengattung
bestimmt. Das maximale
Gewicht eines Titels in
einem Bluechips-Index ist
auf zehn Prozent des
gesamten
Marktkapitalisierung des
Index begrenzt. Daher kann
die für die Indexberechnung
verwendete Anzahl Aktien
einer Gesellschaft zwischen
Bluechips-Indizes und den
anderen Indizes
unterschiedlich sein.
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Drawdown
-
Verlustphase, die innerhalb
eines Programms entstehen
kann. Dieser kann sich unter
umständen auch über mehere
Monate hinwegziehen.
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Due
Diligence
-
Engl.: gebührende Sorgfalt.
Darunter ist im
Wertpapiergeschäft eine
Überprüfung der Ertrags- und
Geschäftslage sowie der
vergangenen Jahresabschlüsse
des betreffenden Emittenten
durch die Bank zu verstehen.
|
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E |
nach oben |
Equity Market Neutral
-
Diese Strategie beinhaltet
die Konstruktion von
Portfolios, die zu gleichen
Teilen Long- und
Short-Aktienpositionen
eingehen. Aktien, von denen
der Fondsmanager glaubt,
dass sie besser als der
Markt abschneiden, werden
gekauft (Long-Position) und
solche, von denen er glaubt,
dass sie schlechter als der
Markt abschneiden, werden
leer verkauft
(Short-Position). Durch das
Gleichgewicht von Long- und
Short-Positionen wird das
gesamte Portfolio vor
systematischen Ereignissen
geschützt, die die Bewertung
des Marktes als ganzes
beeinflussen. Der Equity
Market Neutral Ansatz baut
darauf auf, ausgeglichene
Ergebnisse mit moderater
Volatilität in einer großen
Bandbreite von
Marktbedingungen zu
erzielen.
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Europäische Option
-
Eine Option, die erst am
letzten Handelstag ausgeübt
werden kann.
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Event Driven
-
Event Driven Hedge-Fonds
nutzen Preisanomalien, die
mit
Kapitalmarkttransaktionen
einhergehen. Solche
Transaktionen können
Fusionen,
Unternehmensübernahmen,
Abspaltungen,
Aktienemissionen,
Umstrukturierungen,
Insolvenzen,
Aktienrückkäufe,
Sonderdividenden und
sonstige signifikante
Marktereignisse sein.
|
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F |
nach oben |
Financial-Future-Kontrakt
-
Ein standardisierter
Kontrakt, der Lieferung oder
Übernahme einer festgelegten
Menge eines
Finanzinstrumentes zu einem
festgesetzten Preis an einem
zukünftigen Zeitpunkt
beinhaltet.
|
Finnish Stock-Index (HEX25)
-
Der Finnish Stock-Index ist
ein
kapitalisierungsgewichteter
Preisindex. Er wird
fortlaufend aus den 25
meistgehandelten Aktien der
Helsinki Exchanges
berechnet.
|
Fixed Income Arbitrage
-
Die Aufgabe von Fixed Income
Arbitrage Managern ist es,
Trading-Möglichkeiten im
sog. "Fixed Income"
(festverzinsliche
Wertpapiere) Bereich sowie
bei Derivaten auszunutzen,
die typischerweise zwei
aufeinander bezogene
Finanzinstrumente
beinhalten, bei denen eines
der Instrumente relativ
"teuer" oder "billig" im
Verhältnis zum anderen ist.
Weil diese Strategie
marktneutral im Verhältnis
zu den Zinsmärkten ist,
ergeben sich die meisten
Möglichkeiten in Form von
Handelsspannen zwischen
Preisen, Erträgen,
Volatilitäten usw.
|
Future-Spread-Margin
-
Diese Margin ist zu
hinterlegen, um die Risiken
eines maximalen zu
erwartenden Verlustes einer
Spread Position innerhalb
von 24 Stunden zu decken.
|
Futures
-
Futures sind derivative
Finanzinstrumente. Futures
sind standardisierte ,
börsenmäßige gehandelte
Terminkontrakte mit
Vertraglichen
Verpflichtungen, eine
bestimmte Menge eines
Basiswertes, zu einem bei
Vertargsabschluss
festgelegten Preis, zu einem
bei Vertragsabschluss
vereinbarten Zeitpunkt zu
liefern (short) oder
abzunehmen (long)
|
Fälligkeitsdatum
-
Zeitpunkt, an dem die im
Financial-Future-Kontrakt
definierten Verpflichtungen
erfüllt werden müssen
(Lieferung, Barausgleich).
|
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G |
nach oben |
Gewinnbeteiligung
-
Siehe Performance Fee
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Glattstellung
-
Das Schließen einer offenen
Options- oder
Future-Position durch ein
Gegengeschäft wird als
Glattstellung (closing
transaction) bezeichnet.
|
Global Macro
-
Global Macro Hedge Fonds
beschreiten einen
makroökonomischen Ansatz,
der eine globale Basis in
die Investmentstrategie mit
einbezieht. Es sind sog.
Top-Down Manager, die in
opportunistischer Weise in
Finanzmärkte, Währungen,
Länder und Terminmärkte
investieren. Global Macro
Manager haben daher das
breiteste
Investmentspektrum.
|
|
H |
nach oben |
Hebelwirkung
-
Im Verhältnis zum
investierten Kapital ist die
prozentuale Veränderung der
Preise bei Options- und
Future-Kontrakten größer als
die entsprechende
Veränderung des Basiswertes.
Dieses erhöhte Gewinn- und
Verlustpotenzial wird mit
dem Begriff Hebelwirkung
beschrieben.
|
High-Watermark-Prinzip
-
Eine Performance fee wird
bei Anwendung diese Prinzips
erst dann fällig, wenn sich
die Wertentwicklung positiv
gestaltet, also ein bereits
zurückliegender Höchststand
bzw. ein bestimmter
festgelegter
Performance-Stand wieder
überschritten wird.
|
|
I |
nach oben |
Implizierte Volatilität
-
Die in einem Optionspreis
reflektierte Volatilität.
|
In-the-money
-
Eine Call-Option, bei der
der Kurs über dem
Ausübungspreis liegt, ode
reine Put-Option, bei der
der Kurs des Basiswertes
unter dem Ausübungspreis
liegt.
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Innerer Wert
-
Der innere Wert einer Option
entspricht der Differenz
zwischen dem aktuellen
Kassakurs und dem
Ausübungspreis der Option,
sofern diese einen
Preisvorteil für den Käufer
bedeutet. Der innere Wert
ist immer größer oder gleich
null.
|
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J |
nach oben |
|
K |
nach oben |
Korrelation
-
Kennziffer für die
Koppelungsintensität zweier
Strategien oder Benchmarks.
Eine perfekte Korrelation
wird durch die Zahl 1,00
ausgedrückt, eine
vollständige negative
Korrelation durch die Zahl
-1,00.
|
Korrelationskoeffizient
-
Der Korrelationskoeffizient
misst den Gleichlauf
zwischen zwei
Finanzinstrumenten. Gezielt
eingesetzt, kann er das
Marktrisiko eines
Instruments reduzieren,
indem diesem entweder ein
negativ korrelierendes
Wertpapier oder eine
gegenläufige Position eines
positiv korrelierten
Instruments
gegenübergestellt wird.
|
|
L |
nach oben |
Long-Position
-
Offene Käuferposition in
einem Terminkontrakt.
|
Long-Short Equity
-
Die Long-Short Equity
Strategie wird häufig als
die "klassische" Hedge Fonds
Strategie bezeichnet. Es
handelt sich um eine
direktionale Strategie, die
in beide Richtungen des
Aktienmarktes, nämlich auf
steigende und fallende
Kurse, spekuliert. Es wird
eine Reihe verschiedener
Ansätze zur Identifizierung
und Ausnutzung von unter-
oder überbewerteten Aktien
verwendet. Die Fonds können
von Value- zu
Wachstumswerten, von Aktien
mit kleiner über mittlerer
bis zu großer
Marktkapitalisierung und von
einer Netto-Long Position zu
einer Netto-Short Position
wechseln. Sie können
außerdem Terminkontrakte und
Optionen zur Absicherung
nutzen. Spezialisierungen
auf bestimmte Regionen,
Börsenkapitalisierung und
Sektoren sind möglich.
|
|
M |
nach oben |
Managed Futures
-
Die Managed Futures
Strategie umfasst eine Reihe
von Strategien, die auf den
Warenterminmärkten oder
Finanzterminmärkten
umgesetzt werden. Es werden
Bewertungsineffizienzen auf
diesen Märkten durch die
Verwendung statistischer
oder diskretionärer Modelle
ermittelt und genutzt. Diese
Strategien können sich den
Kauf oder Verkauf von
Futures mit verschiedenen
Laufzeiten bezogen auf
dieselben Titel zu Nutze
machen. Sie können z. B.
eine Ertragskurvenbandbreite
in Zinstiteln erzeugen oder
eine Bandbreite zwischen
verschiedenen korrelierten
Terminkontrakten (z. B. bei
verwandten Ölderivaten) und
"Arbitrage Credit Spreads"
(z. B. dem "TED" Spread).
Andere Manager favorisieren
direktionale
Trendfolgemodelle über eine
Vielzahl von Halteperioden
und Märkten, während wieder
andere auf trendlosen
Modellen basierend auf der
klassischen ökonometrischen
Theorie aufbauen und so
stark dem typischen Macro
Hedge Fonds ähneln.
|
Management Fee
-
Die Management Fee oder
Verwaltungsgebühr genannt,
wird Anteilsinhabern direkt
belastet, Der CTA stellt sie
dem Kunden für die
Verwaltung und das
Management in Rechnung.
|
Margin (Additional Margin,
Premium Margin,
Future-Spread-Margin)
-
Sicherheitsleistung, die als
Deckung für die
Kontrakterfüllung hinterlegt
werden muss.
|
Margin to Equity
-
Zeigt an wie viel Prozent
der Anlagesummer im
Durchschnitt als Margin
hinterlegt werden.
|
Market Timing
-
Im Falle des Market Timing
wird das Kapital zwischen
den Aktien- und den
Zinsmärkten hin und her
bewegt. Befindet sich der
Aktienmarkt in einem
Aufwärtstrend, wird das
Kapital vom Zinsmarkt in den
Aktienmarkt transferiert.
Befindet er sich in einem
Abwärtstrend, wird das
Kapital wieder in den
Zinsmarkt transferiert.
|
Markt-to-Market
-
Tägliche Neubewertung von
Positionen in
Financial-Futures und
Optionen auf Futures nach
Börsenschluss zur Berechnung
der täglichen Gewinne oder
Verluste.
|
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N |
nach oben |
Nettoperformance
-
Performance nach Abzug aller
Verwaltungsgebühren,
Gewinnbeteiligung und
Transaktionskosten
|
NFA
-
Die National Futures
Association ist eine
unabhängige
Regulierungsbehörde, die die
Integrität des
Derivatemarkts
gewährleistet.
Für jeden, der für Kunden an
US-Börse tätigt ist, ist es
erforderlicht sich bei der
CFTC zu registrieren zu
lassen und Mitglied bei der
NFA zu sein.
|
Non-Spread-Future-Position
-
Long- oder Short-Positionen,
die nach der Subtraktion
gegenläufiger Positionen mit
unterschiedlicher
Restlaufzeit übrig bleiben
und für die Additional
Margin hinterlegt werden
muss.
|
|
O |
nach oben |
Opportunistic
-
Opportunistische Strategien
unterscheiden sich von den
bereits beschriebenen
Strategien lediglich auf
Grund ihrer höheren
Volatilität und
Marktabhängigkeit.
|
Option
-
Das Recht, eine bestimmte
Anzahl eines bestimmten
Basiswertes zu einem
festgelegten Preis an oder
bis zu einem bestimmten
Datum zu kaufen (Call) oder
zu verkaufen (Put).
|
Optionen
-
Optionen sind derivative
Finanzinstrumente. Optionen
sind standardisierte,
börsenmäßige gehandelte
Vereinbarungen, die dem
Käufer das Recht, aber nicht
die Verpflichtung geben,
eine bestimmte Menge eines
Basiswertes, innerhalb eines
festgelegten Zeitraums, zu
einem bei Vertragsabschluss
festgelegten Preis zu kaufen
(Call) oder verkaufen (Put)
|
Optionspreis
-
Der für das Optionsrecht
bezahlte Preis.
|
Out-of-the-money
-
Eine Call-Option, bei der
der Kurs des Basiswertes
niedriger ist als der
Ausübungspreis, oder eine
Put-Option, bei der der Kurs
des Basiswertes über dem
Ausübungspreis liegt.
|
|
P |
nach oben |
Performance Fee
-
Erfolgsabhängige
Managementgebühr, die bei
erreichen eines positiven
Returns am Monatsende direkt
verrechnet wird. Sie kann
auch mit einer
High-Watermark Klausel
ausgestattet sein.
|
Premium-Margin
-
Die Premium-Margin ist vom
Stillhalter zu hinterlegen.
Sie bleibt bis Ausübung oder
Verfall bestehen. Sie deckt
die Kosten einer
Glattstellung des
Stillhalters zum
Abrechnungspreis ab. Die
Premium-Margin wird ständig
angepasst. Der Optionskäufer
braucht keine Margin zu
hinterlegen, da er mit der
Zahlung zu hinterlegen, da
er mit der Zahlung der
Optionsprämie ein Recht
erworben hat, aber keine
Verpflichtung eingegangen
ist. Sein maximales Risiko
besteht darin, dass der
Kontrakt wertlos verfällt
und ist somit auf die
Optionsprämie begrenzt.
|
Put
-
Ein Optionskontrakt, der den
Käufer berechtigt, eine
bestimmte Anzahl Basiswerte
zu einem festgelegten Preis
an oder bis zu einem
bestimmten Datum zu
verkaufen (physische
Lieferung). Der Anspruch
einen physischen Titel zu
liefern, kann durch einen
Barausgleich ersetzt werden
(Aktienindex-Derivate).
|
|
Q |
nach oben |
|
R |
nach oben |
Relative Value Strategien
-
Hier wird durch den
gleichzeitigen Kauf und
Verkauf zweier Wertpapiere
in sog. Spread Trades
investiert, wenn das
ökonomische Verhältnis
zwischen den zwei
Wertpapieren ("spread") nach
Ansicht des Fondsmanagers
vom Markt falsch bewertet
wird. In solchen Fällen
kauft der Manager das
Wertpapier, das "billig" ist
und verkauft dasjenige, das
"teuer" ist.
|
Reversal
-
Schaffung eines
synthetischen
Long-Future-Position durch
den Kauf von Calls und das
Schreiben von Puts mit
gleichen Ausübungspreisen
und gleichem Verfall bei
gleichzeitigem Eingehen
einer "echten"
Short-Future-Position
(Gegenteil der
Conversation).
|
Risk (Merger) Arbitrage
-
Fonds, die die Risk (Merger)
Arbitrage Strategie
anwenden, investieren in
Gesellschaften, die
übernommen oder verschmolzen
werden sollen. Normalerweise
werden dabei die Aktien der
Gesellschaft, die übernommen
werden soll, gekauft und die
Aktien der übernehmenden
Gesellschaft (leer)
verkauft. Das daraus
resultierende Portfolio ist
somit gegenüber Risiken des
Gesamtmarkts neutral,
ähnlich wie bei
marktneutralen
Aktienportfolios.
|
Round-Turn Fee
-
Gebühren, die für die
Abwicklung eines
Future-Geschäftes an den
Broker zu zahlen sind.
|
RT/Year/Million
-
Zeigt an wie viele
Roundturns das Programm im
Jahr auf Basis von einer
Millionen Anlagesumme im
Durchschnitt tätigt.
|
|
S |
nach oben |
Sharpe-Ratio
-
Die Sharpe Ratio misst das
Verhältnis zwischen Risiko
und Rendite des Investments.
Dabei wird der Rendite mit
einem Risikolosenzinssatz
subtrahiert und durch die
Standardabweichung
dividiert. Je höher die
Sharpe Ratio desto besser
das Risiko/Rendite
Verhältnis.
|
Short Selling
-
Bei einem Leerverkauf (short
sale) werden grundsätzlich
Finanzinstrumente verkauft,
die sich zum Zeitpunkt des
Verkaufs nicht im Eigentum
des Verkäufers befinden.
Unterschieden wird zwischen
Leerverkäufen solcher
Wertpapiere oder anderer
Finanzmarktinstrumente, die
sich der Verkäufer zuvor
durch ein
Wertpapierdarlehens
verschafft und solchen,
denen keine "Aktienleihe"
vorausgeht (sogenannte Naked
Shorts). Leerverkäufe
ermöglichen es, auf fallende
Kurse zu spekulieren. Ferner
ist es möglich, mit dem
eingesetzten Kapital
überproportional an
Kursschwankungen zu
partizipieren, also eine
Hebelwirkung zu erzeugen.
Übersteigt der Kursrückgang
die Transaktionskosten und
die "Leihkosten" für die
Wertpapiere, werden Gewinne
erzielt.
|
Short-Position
-
Offene Verkäuferposition in
einem Terminkontrakt.
|
Spread-Position
-
Im Falle eines
Optionsgeschäftes
gleichzeitiger Kauf und
Verkauf von
Optionskontrakten mit
unterschiedlichen
Ausübungspreisen und/oder
verschiedenen Verfalldaten.
Im Fall eines Financial
Future gleichzeitiger Kauf
und Verkauf von
Future-Kontrakten mit
unterschiedlichen
Fälligkeitsdaten oder
Basiswerten.
|
Standardabweichung (Standard
Deviation)
-
Andere Bezeichnung für
Volatilität
|
Stillhalter
-
Gegenpartei des
Optionskäufers, der sich zur
Lieferung (Call)
beziehungsweise zur Abnahme
(Put) des Basiswertes im
Falle einer Ausübung
verpflichtet und dafür den
Optionspreis erhält.
|
Straddle
-
Long- oder Short Position
mit der gleichen Anzahl von
Calls und Puts des gleichen
Basiswertes mit den gleichen
Ausübungspreise und den
gleichen Ausübungspreisen
und den gleichen
Verfalldaten.
|
Strangle
-
Long- oder Short-Position
mit der gleichen Anzahl von
Calls und Puts des gleichen
Basiswertes mit den gleichen
Verfalldaten, jedoch
verschiedenen
Ausübungspreisen.
|
Swiss Market Index (SMI)
-
Der Swiss Market Index ist
ein kapitalgewichteter
Preisindex, der auf einem
Aktienkorb basiert, dessen
Titel permanent gehandelt
werden. Er umfasst bis zu 30
liquide Titel
hochkapitalisierter
Unternehmen des Sdchweizer
Aktienmarktes.
|
Synthetische Position
-
Nachbildung eines Options-
oder Future-Kontrakt durch
andere Derivate.
|
Systematisches Risiko
-
Das sytematische Risiko
hängt von Faktoren ab, die
den gesamten Markt
beeinflussen, und kann nicht
durch
Portfolio-Diversifikation
reduziert oder
ausgeschlossen werden.
|
|
T |
nach oben |
Täglicher
Schlussabrechnungspreis
-
Täglicher von der Eurex
Clearing AG festgelegter
Abrechnungspreis zur
Bewertung von offenen
Options- und
Future-Positionen.
|
|
U |
nach oben |
Unsystematisches Risko
-
Anteil des Gesamtrisikos,
der nicht durch
Renditeschwankungen des
Gesamtmarktes erklärt werden
kann.
|
|
V |
nach oben |
Variations-Margin
-
Gewinn oder Verlust,
resultierend aus der
täglichen Neubewertung der
Future (Mark-to-Martket).
Die Variation-Margin wird
täglich in bar ausgeglichen.
|
Verfalldatum
-
Das Datum, ab welchem ein
Optionsrecht nicht mehr
ausgeübt werden kann.
|
Volatilität
-
Das Ausmaß der tatsächlichen
oder erwarteten
Renditeschwankungen eines
Finanzinstrumentes. Die für
ein Instrument gemessene
Volatilität kann je nach
Zeitspanne, auf die sie sich
bezieht, unterschiedlich
sein. Sie kann entweder als
historische oder implizite
Volatilität berechnet
werden.
|
|
W |
nach oben |
Worst-Case-Loss
-
Größtmöglicher
Glattstellungsverlust am
nächsten Börsentag. Wird
durch die Additional Margin
beziehungsweise
Futures-Spread-Margin
abgedeckt.
|
|
X |
nach oben |
|
Y |
nach oben |
|
Z |
nach oben |
Zeitwert
-
Der Zeitwert umfasst jenen
Teil des Optionspreises, der
sich aus der Restlaufzeit
der Option ergibt. Je länger
die Restlaufzeit ist, desto
höher ist der Optionspreis
infolge der noch vorhandenen
Zeit, in der sich der Preis
des Basiswertes auf- oder
abwärtsbewegen kann
(mögliche Ausnahme:
Deep-in-the-money-Puts)
|
|
|
nach oben |
4X
4-X ist ein spezielles Handelssegment
der Baden-Württembergischen
Wertpapierbörse für ausländische
Wertpapiere. Unabhängig von der
Zulassung bzw. Einbeziehung der
Wertpapiere im amtlichen bzw. geregelten
Markt oder im Freiverkehr der
Baden-Württembergischen Wertpapierbörse,
können ausländische Wertpapiere nach
Maßgabe bestimmter in der Börsenordnung
der Baden-Württembergischen
Wertpapierbörse festgelegter Regeln in
4-X notiert werden. Durch diese Regeln
werden Qualitätsstandards für den Handel
in ausländischen Wertpapieren normiert,
die eine laufende Handelbarkeit der
Wertpapiere zu fairen und transparenten
Preisen sicher stellen.
A
ADR
American Depository Receipts. Dies sind
"Hinterlegungsscheine für Aktien",
welche an Stelle der eigentlichen Aktien
gehandelt werden.
AG
AG steht für "Aktiengesellschaft".
Abwicklung
(Settlement) Durchführung der geld- und
stückemäßigen Erfüllung von
Börsengeschäften
Ad hoc Publizität
Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet
die Emittenten zur "Ad hoc-Publizität",
also zur sorfortigen Veröffentlichung
wichtiger Nachrichten im Bereich des
Unternehmens, die den Börsenkurs
erheblich beeinflussen könnten. Die
Nachrichten müssen zunächst dem
Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel und den
Börsengeschäftsführungen gemeldet
werden, die darüber entscheiden, ob der
Kurs der Aktie ausgesetzt werden muss.
Aktie
Wertpapier, das die Beteiligung an einer
Aktiengesellschaft verbrieft. Die Höhe
des Anteils am Grundkapital und somit am
bilanziellen Gesamtvermögen der AG wird
durch den Nennwert festgelegt. Bei
nennwertlosen Aktien ergibt sich der
Anteil am Grundkapital als Bruchteil
entsprechend der Anzahl ausstehender
Aktien. Der Marktpreis der Aktie
entspricht hingegen dem börsentäglich
ermittelten Kurswert. Die Baaderaktie
ist eine nennwertlose Stückaktie. Der
Anteil am Grundkapital beträgt 1,00 Euro
je Aktie. Die Aktie bietet dem Inhaber
zwei Ertragsquellen: zum einen die
Dividende, als dem Aktionär zustehende
Beteiligung am Gewinn der AG, zum
anderen die Möglichkeit auf einen
Vermögenszuwachs durch einen steigenden
Kurswert.
Aktienanalyse
Die Bewertung der Ertragskraft eines
Unternehmens bzw. der Kurschancen der
jeweiligen Aktien nach verschiedenen
Kriterien wird als Aktienanalyse
bezeichnet. Durch verschieden gewichtete
Kennzahlen wird die Aktie bewertet. Für
Fundamentalisten ist Konjunkturverlauf,
Auftragseingang, Preisstabilität etc.
wichtig. Monetaristen interessieren sich
für die Höhe der Geldmenge, Inflation,
Zinsniveau (Realzinsen, Zinskurve,
-differenzen usw.). Techniker versuchen
anhand der Kursverläufe und Daten von
Umsatzhöhe typische Formationen zu
erkennen, welche als
Kauf-/Verkaufsimpuls interpretiert
werden könnten. Psychologen hingegen
untersuchen besonders die Entwicklung
des Geschäftsklimas, das Konsumverhalten
sowie die Stimmung zwischen
nicht-/professionellen Börsianern. Ein
richtiger Mix von einzelnen Komponenten
ist für eine gute Bewertung des
Kurspotentials einer Aktie wichtig.
Aktienarten
Nach dem Kriterium der Übertragbarkeit
unterscheidet man Inhaber-, Namens- und
-> vinkulierte Namensaktien. ->
Inhaberaktien können durch einfache
Einigung und Übergabe übertragen werden.
Dem die Urkunde präsentierenden Inhaber
stehen sämtliche Aktionärsrechte zu. Die
Baader Bank AG bietet Ihren Aktionären
ausschließlich Inhaberaktien an. Bei ->
Namensaktien ist der Eigentümer auf der
Aktienurkunde bezeichnet. Nach dem
Kriterium des Stimmrechts unterscheidet
man Stamm- und Vorzugsaktien:
Stammaktien verbriefen das volle
Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Bei
Vorzugsaktien ist das Stimmrecht meist
ausgeschlossen, dafür stehen dem
Vorzugsaktionär eine höhere -> Dividende
bzw. eine Garantiedividende und andere
Vorrechte zu, zum Beispiel eine
Bevorzugung bei der Liquidation der AG.
Die Aktien der Baader Bank AG gibt es
nur als Stammaktien.
Aktienfonds
Die von einer Investment- oder
Kapitalanlage-Gesellschaft verwalteten
Vermögen werden Aktienfonds genannt.
Zumeist wird in diesem Investmentfonds
das Kapital schwerpunktmäßig in Aktien
angelegt.
Aktiengesellschaft
kurz: AG Die AG ist ein Unternehmen, an
welchem deren Teilhaber (Aktionäre) über
den Kauf von Aktien am Grundkapital
dieser Firma beteiligt sind. Die
Gesellschafter haften lediglich bis zur
Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit
dem übrigen Vermögen. Sinn und Ziel
einer AG ist es, durch Aktien-Ausgabe
größere Kapitalsummen für Investitionen
etc. zu bekommen und das
Unternehmerrisiko möglichst weit zu
verteilen.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl,
welche die Kursentwicklung des
Aktienmarktes bzw. einzelner
Teilbereiche angibt. Wichtige
Aktienindizes in Deutschland sind der
während den Börsenzeiten permanent
ermittelte DAX, der Index der
Börsenzeitung oder auch der Index der
FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Bei den US-Indizes sind der
Dow-Jones-Index sowie der
Standard&Poors-500-Index interessant, in
Japan der Nikkei-Index.
Aktienkurs
Preis von der an der Börse gehandelten
-> Aktie. Der Kurs ist als Marktpreis
das Ergebnis des zum Zeitpunkt der
Kursbildung bestehenden Verhältnisses
von Angebot und Nachfrage. Wichtige
beeinflussende Faktoren sind dabei die
wirtschaftlichen Erwartungen, die in ein
börsennotiertes Unternehmen gesetzt
werden, aber auch volkswirtschaftliche
Rahmembedingungen (v.a. -> Zinsen),
politische Erwartungen, Spekulationen
und Interessenkäufe.
Aktienmarkt
Auf dem Aktienmarkt treffen Angebot und
Nachfrage für Aktien aufeinander. Aktien
werden vor allem an Börsen gehandelt.
Dort wird hinsichtlich der Strenge der
Handelsvorschriften zwischen dem
amtlichen Handel, dem geregelten Markt
und dem Freiverkehr unterschieden. Aber
auch außerhalb der Börse - etwa im
Telefonverkehr - werden Aktien
gehandelt.
Aktienoption
siehe: Option
Aktienregister
Elektronisches Verzeichnis der
Aktieninhaber von -> Namensaktien. Die
Depotbanken übermitteln Zu- oder Abgänge
elektronisch und tragen alleine die
Verantwortung für die Richtigkeit der
Bestände. Für den Eintrag in das
Aktienregister stehen zwei Möglichkeiten
zur Verfügung: a) Der Aktionär selbst
wird persönlich mit Namen, Anschrift und
Anzahl der Aktien eingetragen oder b)
der Aktionär läßt seine Depotbank
eintragen und wird selbst im
Aktienregister nicht erwähnt.
Ausschlaggebend für die Wahrnehmung des
Stimmrechts bei der -> Hauptversammlung
ist der zu einem bestimmten Stichtag im
Aktienregister verzeichnete Bestand.
Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer
Aktie in zwei oder mehrere Anteile. Er
dient vor allem der optischen
Verbilligung und damit der Verbesserung
der Handelbarkeit der jeweiligen Aktien.
Der Anteil, den der einzelne Aktionär an
dem Unternehmen hält, ist vor und nach
dem Aktiensplit unverändert. Das
Vermögen der Gesellschaft verteilt sich
einfach auf mehr Aktien als vorher.
Aktionärsbrief
-> Quartalsbericht
Aktionärsstruktur
Eine prozentuale Aufschlüsselung der
Anlegerschaft nach bestimmten Kriterien
wie z.B. Inhaberschaft (Großaktionäre,
institutionelle Investoren,
Einzelinvestoren).
Aktiva
Alle Vermögenswerte eines Unternehmens
die in der -> Bilanz des Unternehmens
enthalten sind und den -> Passiva
(Verpflichtungen) gegenübergestellt
werden.
All Time High
Der höchste jemals bezahlte Preis bzw.
ein historisches Hoch wird als "All Time
High" bezeichnet. Gegensatz zu -> All
Time Low
All Time Low
Das All Time Low bezeichnet das
niedrigste Kurs- oder Preisniveau aller
Zeiten. Gegensatz zu -> All Time High.
Amtlicher/Geregelter Markt
Der Amtliche Markt ist ein organisierter
Markt im Sinne des WpHG
(Wertpapierhandelsgesetzes).
Zulassungsvoraussetzungen und die
Pflichten der Teilnehmer sowie die
Organisation des Handels sind gesetzlich
geregelt. Ein emittierendes Unternehmen
muss vor Aufnahme des Handels ein
öffentlich-rechtliches
Zulassungsverfahren durchlaufen.
Amtlicher Handel
Der umfangreichste Handel in
Wertpapieren an den deutschen
Börsenplätzen ist der Amtliche Handel.
Unternehmen, welche nach strengem
Verfahren zum Aktienhandel zugelassen
sind, unterliegen einer
Publikationspflicht. Amtliche Makler
sind außer dem Vorstand der Börse für
die Kursfestsetzung zuständig.
Notierungen werden in einem Kursblatt
veröffentlicht.
Analyst
Ein Analyst beurteilt die Anlagequalität
und die Kurschancen von Wertpapieren.
Die Beurteilung wird durch
Analystenberichte publiziert.
Arbitrage
Die Arbitrage bezeichnet den
Preisunterschied zwischen Aktien an z.B.
verschiedenen Börsenplätzen der erzielt
wird um Gewinne zu machen. Die
ausgleichende Wirkung der Arbitrage
passt die Preise an unterschiedlichen
Börsenplätzen wieder an.
Ask
(Angebot oder Briefkurs) ist der Preis,
zu dem ein Anleger bereit ist, ein
Wertpapier zu verkaufen. Gegensatz: Bid.
ATX
Der ATX ist der Austrian Traded Index,
also der Börsenindex der Wiener Börse.
Er umfasst die Preise der 21 (Stand Jan
2006) größten, österreichischen
Unternehmen und wird an jedem Börsentag
neu errechnet. Der Anteil der einzelnen
Aktien richtet sich nach deren
Marktkapitalisierung. Der ATX begann am
02.01.1991 bei 1000 Punkten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ernennt die
Unternehmensleitung (-> Vorstand),
überwacht und berät sie. Seine
Mitglieder werden bei mitbestimmten
Unternehmen teils von der ->
Hauptversammlung, teils von der
Arbeitnehmerseite gewählt.
Ausserbörslicher Handel
Der Außerbörsliche Handel ist eine Form
des Wertpapierhandels, der jenseits der
ordentlichen Börsenzeiten stattfindet
und nicht in den offiziellen Räumen der
Börse getätigt werden darf. Er kann
sowohl vor- als auch nachbörslich
erfolgen. Vor allem Banken,
Versicherungen oder
Investmentgesellschaften nutzen den
außerbörslichen Handel zur telefonischen
Abwicklung von Geschäften.
B
BaFin
Die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
entstand am 1. Mai 2002 als
Nachfolgeinstitution aus dem
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
(BAKred), dem Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel (BAWe) und dem
Bundesaufsichtsamt für das
Versicherungswesen (BAV).
Mit dem BaFin gibt es in Deutschland
eine einheitliche, staatliche
Aufsichtsbehörde für das Finanzwesen,
das aus Kreditinstituten,
Versicherungen, Wertpapierhandelsbanken
und Finanzdienstleistern besteht.
Baisse
Andauernder, allgemeiner Kursrückgang an
der Börse. Leitet sich von französischen
baisser (=sinken, fallen) ab. Auch Bear
Market genannt (-> bearish). Gegensatz:
-> Hausse
Basispreis
Da der Käufer einer Kauf- oder
Verkaufsoption das Recht hat, nach
ausgeübter -> Option Basisinstrument zu
kaufen oder verkaufen, muß bei Abschluß
des Geschäftes neben dem Optionspreis
auch der Basispreis vereinbart werden,
zu dem die betreffenden Wertpapiere
gegebenenfalls bei Optionserfüllung
abzurechnen sind.
Bearish
Börsenjargon für die Erwartung fallender
Kurse. Der Bär ist jenes Börsentier, das
die Kurse mit seine Tatzen nach unten
schlägt (-> Baisse). Gegensatz: ->
bullish.
Bedingtes Kapital
Erhöhung des Grundkapitals einer AG, die
nur soweit durchgeführt soll, wie von
einem Umtausch- oder Bezugsrechts
Gebrauch gemacht wird, das die
Gesellschaft auf die neuen Aktien
(Bezugsaktien) einräumt.
Bestensauftrag
(Market Order) Auftrag ohne Angabe eines
Preislimits, bei welchem der gesamte
Auftrag so schnell wie möglich zum
bestmöglichen Preis ausgeführt werden
muß.
Beta-Faktor
Maß für die Schwankung des Aktienkurses
im Vergleich zum Gesamtmarkt
(repräsentiert durch einen ->
Aktienindex). Ein Beta von 1 bedeutet,
daß das Kursschwankungsrisiko der Aktie
gleich groß ist wie das des
Gesamtmarktes. Ein Beta von 1,2
bedeutet, daß das Kursschwankungsrisiko
der Aktie um 20 Prozent größer als das
des Gesamtmarktes ist.
Bezugsfrist
Zeitspanne für die Ausübung des ->
Bezugsrechts, in der der -> Aktionär zu
entscheiden hat, ob er sich an einer ->
Kapitalerhöhung beteiligt.
Bezugsrecht
Vorverkaufsrecht der Aktionäre auf die
im Rahmen einer -> Kapitalerhöhung
begebenen Aktien. Der errechnete Wert
des Bezugsrechts und der Kurs zu dem es
gehandelt wird, können differieren, da
sich der Kurs aus Angebot und Nachfrage
ergibt.
Bid
-> Geldkurs
Big Bang
Big Bang bedeutet Urknall. Mit Big Bang
im Börsenwesen bezeichnet man die
Börsenreform in London am 27.10.1986 aus
dem der Börsenplatz London als
drittgrößter der Welt hervorging. Somit
erreichte London das Ziel, neben New
York und Tokio ein wichtiger Börsenplatz
zu werden.
Bilanz
Gegenüberstellung von Vermögen (->
Aktiva) und Kapital (-> Passiva) eines
Unternehmens zu einem bestimmten
Zeitpunkt. Das Vermögen zeigt die
Verwendung der eingesetzten finanziellen
Mittel, das Kapital die Ansprüche der
Gläubiger (Fremdkapital) und der
Unternehmer (Eigenkapital) an das
Vermögen (Herkunft). Die Bilanz ist -
gemeinsam mit den übrigen Bestandteilen
des Jahresabschlusses - ein wichtiges
Instrument zur Beurteilung der Lage und
Entwicklung eines Unternehmens. Die
sogenannten Bilanzkennzahlen,
Verhältniszahlen aus Positionen der
Aktiv- und/ oder Passivseite, gehören
daher zu den meistbeachteten Kriterien
der Fundamentalanalyse.
Blue Chip
Aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch
übernommener Börsenausdruck für die
Aktie eines großen, besonders substanz-
und ertragsstarken Unternehmens mit
hohem internationalem Ansehen.
Bookbuilding-Verfahren
Methode zur Bestimmung eines
marktgerechten -> Emissionspreises bei
einer Börsenneueinführung: Potentielle
-> institutionelle Anleger geben
unverbindlich bekannt, welche Volumina
sie zu welchen Preisen innerhalb einer
bestimmten Preisspanne kaufen würden.
Anhand dieses fiktiven -> Orderbuches
wird Emissionspreis und Emissionsvolumen
festgelegt. Im Gegensatz dazu wird beim
herkömmlichen Festpreisverfahren der
Emissionspreis ausschließlich von der ->
Emissionsbank bzw. dem ->
Emissionskonsortium und dem ->
Emittenten bestimmt.
Bolsa de Madrid
Spanische Wertpapierbörse, Madrid. Index
Ibex 35
Borsa Italia
Italienische Börse, Mailand. Index: MIB
30.
Branchenindex
Index, der die Aktien einzelner Branchen
umfaßt. Die bekanntesten sind neben den
internationalen MSCI-Indizes die
Branchenindizes des C-Dax, der Dow Jones
Utilities Index und der Dow Jones
Transportation Index. Die Baader Bank AG
vergleicht sich im Wesentlichen mit dem
CDAX Financial Services.
Briefkurs
(Ask) Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen,
Rohstoffe usw. Zum Verkauf angeboten
werden (-> Geldkurse).
Broker
Angloamerikanische Bezeichnung für einen
Wertpapierhändler, der (im Gegensatz zu
einem -> Trader) für fremde Rechnung,
d.h. im Auftrag eines Kunden,
Börsengeschäfte ausführt.
Bullish
Börsenjargon für die Erwartung
steigender Kurse. Der Bulle ist jenes
Börsentier, das die Kurse auf die Hörner
nimmt und in die Höhe wirft (-> Hausse).
Gegensatz: bearish
Börse
Von dem Namen eines Kaufmannes namens
"van der Beurse" wurde der Begriff Börse
abgeleitet. Dieser tätigte bereits im
13. Jahrhundert internationale
Warenaustauschgeschäfte. Die Börse ist
der Markt (Treffpunkt von Angebot und
Nachfage) für Wertpapiere, Devisen und
bestimmte Waren, auf dem vereidigte
Makler (Kursmakler) während der
Börsenstunden Kurse (Preise)
feststellen, die sich aus den bei ihnen
vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen
ergeben. Außer in Frankfurt werden in
Deutschland noch an sechs Regionalbörsen
Wertpapiere gehandelt: Berlin-Bremen,
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München,
Stuttgart. International bedeutende
Börsenplätze sind die New York Stock
Exchange ("Wall Street"), London und
Tokio.
Börseneinführung
auch: Listing. Erstmalige Notierung der
Wertpapiere eines Unternehmens an einer
Börse. Für den Börsengang muß das
Unternehmen bestimmte Anforderungen an
Rechnungslegung, Kapitalausstattung und
Publizität erfüllen. Neben den
Publizitätspflichten nicht
börsennotierter Aktiengesellschaften
müssen börsennotierte
Aktiengesellschaften kursbeeinflussende
Informationen veröffentlichen (siehe ->
Ad-hoc Publizität).
Börsenkapitalisierung
-> Marktkapitalisierung
C
CAC40
CAC 40 ist der Index der Französischen
Börse der die 40 führenden
Aktiengesellschaften beinhaltet. CAC
bedeutet Cotation Assistée en Continu
(fortlaufende Notierung).
Call
Mit einem Call ist in der Börsensprache
eine "Kaufoption" gemeint. Dabei zahlt
der Käufer der -> Option an den
Verkäufer eine Prämie und erwirbt damit
das Recht, zum vereinbarten Termin eine
bestimmte Anzahl Aktien zu einem zuvor
vereinbarten Preis kaufen zu können. Zum
jeweiligen Ausübungstermin muß der
Verkäufer die Aktie zu genau diesem
Preis liefern, wenn der Käufer die
Option ausübt.
Cash flow
Wichtige Kennzahl zur Bewertung der
Finanzkraft eines Unternehmens. Der
Cash-Flow ist der Saldo der
betrieblichen Ein- und Auszahlungen und
erklärt die Veränderung der
Zahlungsmittel.
Chart
Grafische Darstellung der Kurs- und
Umsatzentwicklung von Wertpapieren und
Branchen. Charts sind die Grundlage der
technischen Wertpapieranalyse.
Chartanalyse
Häufig als Synonym für die technische
Wertpapieranalyse gebraucht. Die
Chartanalyse geht davon aus, daß sich
aus den in Charts festgehaltenen Kurs-
und Umsatzverläufen der Vergangenheit
die zukünftige Entwicklung eines
Wertpapiers prognostizieren läßt.
CEDEL
Abwicklungsgesellschaft (Centrale de
Livraison de Valeurs) für Verwaltung,
Verwahrung und Abwicklung, Sitz in
Luxemburg heute Clearstream
Clearstream
vormals Cedel, Clearinggesellschaft in
Luxemburg.
Compliance
Legt für Banken, Versicherungen und
Pensionskassen verbindliche
Verhaltensregeln fest, die sich primär
auf die Vermeidung von
Interessenskonflikten beziehen.
D
DAX (Deutscher Aktien-Index)
Abk. für Deutscher Aktien-Index. Der Dax
setzt sich aus den 30 größten
Aktiengesellschaften zusammmen. Deren
Kursentwicklung geht gewichtet nach der
Marktkapitalisierung des Free Floats in
den Index ein. Der DAX ist der Leitindex
für die Entwicklung des deutschen
Aktienmarktes. Neben dem DAX 30
existiert eine Vielzahl weiterer
DAX-Indizes, z.B. DAX 100 (die 100
größten Aktientitel), MDAX (mittelgroße
Aktientitel) und CDAX (Branchenindizes).
DVFA/SG
Die Deutsche Vereinigung für
Finanzanalyse und Anlageberatung (DVFA)
ist der Berufsverband von
Kapitalmarktexperten, der sich zum Ziel
gesetzt hat, Qualitätsstandards am
Kapitalmarkt zu sichern und bei
nationalen und internationalen Anlegern
Vertrauen in den Kapitalmarkt zu bilden.
In der Schmalenbachgesellschaft-Deutsche
Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.
V. (SG-DGfB e. V.) haben sich
Wirtschaftswissenschaftler und
Führungskräfte der Wirtschaft in
Deutschland zusammengefunden, um den
Austausch zwischen
betriebswirtschaftlicher Forschung und
Praxis zu fördern. DVFA und SG haben
gemeinsam Standards zur Berechnung des
Jahresergebnisses (Ergebnis nach
DVFA/SG) und des -> Cash-Flows
entwickelt.
Depotbank
Kreditinstitut, das berechtigt ist, die
Verwahrung und Verwaltung von
Wertpapieren für Dritte vorzunehmen.
Depotgebühr
Entgelt der -> Depotbank für die
Verwahrung der Wertpapiere im -> Depot.
Derivate
Im Bereich Bank- und Börsenwesen sind
Derivative Produkte, deren Marktwert
sich von den klassischen Basiswerten
(wie z.B. Aktien, Anleihen oder Gold)
ableitet. Zu den Derivaten zählen
handelbare Finanzprodukte wie Futures,
Optionen, Zertifikate, sowie nicht
standardisierte Finanzprodukte wie
Termingeschäfte (Forwards) oder Swaps.
Designated Sponsor
Finanzdienstleister der auf dem
Xetra-System verbindliche Kurse für eine
Aktie stellt und somit für Liquidität
sorgt.
Deutsche Börse AG
Die Deutsche Börse AG mit Sitz in
Frankfurt/Main, ist die Trägerin der
öffentlich-rechtlichen FWB® Frankfurter
Wertpapierbörse. In dieser Eigenschaft
stellt sie die Funktionsfähigkeit des
Börsenhandels sicher. Die Frankfurter
Wertpapierbörse ist einer der weltweit
größten Handelsplätze für Wertpapiere
neben Berlin-Bremen, Düsseldorf,
Hamburg, München, Stuttgart.
Darüberhinaus bietet die Deutsche Börse
AG weitere Finanzdienstleistungen an.
Deutsche Zertifikate
Bezeichnet deutsche Zertifikate, die
neben der original Auslandsaktie und
evtl. ADR´s gehandelt werden.
Dividende
Auf eine Aktie entfallender Anteil an
der Gewinnausschüttung einer AG. Die
Höhe der Dividende wird von der
Hauptversammlung nach Vorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.
Die Dividende ist von der allgemeinen
Geschäftslage der AG abhängig und daher
Schwankungen unterworfen. Deutsche
Unternehmen schütten einmal jährlich
aus, doch im Ausland ist dies nicht
überall üblich: So gibt es bei
US-Unternehmen in der Regel viermal
jährlich Quartalsdividenden.
Dividendenrendite
Kennzahl für den prozentualen Anteil des
ausbezahlten Gewinns einer ->
Aktiengesellschaft am -> Aktienkurs.
Dow Jones Industrial Average
Weltweit meistbeachteter Aktienindex.
Der "Dow" errechnet sich durch Addition
der Kurse von 30 der bedeutendsten
US-Industrieunternehmen und
anschließende Multiplikation mit einem
Faktor, der bei jedem Split eines dieser
Unternehmen nach unten adjustiert wird.
Im Gegensatz zu den meisten anderen
Aktienindizes sind die einzelnen Aktien
im Dow Jones Industrial Average nicht
nach Marktkapitalisierung gewichtet.
E
Earnings per share (EPS)
International übliche Bezeichnung für
den -> Gewinn je Aktie nach Steuer.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes
entspricht Gewinn vor Zinsenaufwand und
Steuern.
EBITDA
Earnings Before Interests, Taxes,
Depreciation and Amortisation,
bezeichnet das Betriebsergebnis vor
Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf
Sachanlagen und Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte.
Effizienter Markt
Die Theorie des effizienten Marktes
besagt, daß sich Börsenkurse
entsprechend den realen ökonomischen
Bedingungen entwickeln. Kursrelevante
neue Informationen gehen sofort in die
Kursbildung ein.
Eigenkapital
Im Gegensatz zum Fremdkapital jene
Mittel, die von den Eigentümern eines
Unternehmens zu dessen Finanzierung
aufgebracht oder als erwirtschafteter
Gewinn im Unternehmen belassen wurden.
Eigenkapitalrendite
Verhältnis von Jahresüberschuß zu
eingesetztem bilanziellem Eigenkapital,
auch Return on Equity. Die
Eigenkapitalrendite ist eine
Bilanzkennzahl, die Auskunft zur
Ertragslage des Unternehmens gibt,
vergleichbar den Zinsen einer
Geldanlage.
Emerging Markets
Sammelbezeichnung für junge,
aufstrebende Volkswirtschaften
Lateinamerikas, Asiens und Afrikas.
Emission
Fachausdruck für die Ausgabe von Aktien.
Emissionskurs/Emissionspreis
Der Preis, zu dem eine Aktie von der
Aktiengesellschaft bei einer
Kapitalerhöhung oder einem Börsengang
ausgegeben wird.
Entry Standard
Am 25. Oktober 2005 wurde der Entry
Standard als ein Teilbereich des Open
Market (Freiverkehr) und als ein
alternativer Kapitalmarktzugang zu den
EU-regulierten Segmenten an der
Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt.
Equity-Methode
Im Konzernabschluß vorgeschriebene
Methode zur Bewertung von Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen sowie ggfs.
an Gemeinschaftsunternehmen und an
Konzernunternehmen, die aufgrund eines
Konsolidierungsverbots oder in Ausübung
eines Konsolidierungswahlrechts nicht
vollkonsolidiert werden. Im Gegensatz
zur Bewertung nach dem
Anschaffungskostenprinzip wird der
Beteiligungsbuchwert laufend an die
Entwicklung des Eigenkapitals der
betreffenden Unternehmen angepaßt.
Ergebnis nach DVFA/SG
Um außerordentliche, ungewöhnliche und
dispositionsbedingte Aufwendungen und
Erträge bereinigtes Jahresergebnis. Die
Methode wurde von der Methodenkommission
der DVFA und dem Arbeitskreis Externe
Unternehmensrechnung der
Schmalenbach-Gesellschaft-Deutsche
Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.
(DVFA/SG) gemeinsam entwickelt.
Erwerbskurs
Tatsächlich gezahlter Preis beim Erwerb
eines Wertpapiers. Die Höhe des
Erwerbskurses hat Einfluß auf die
Rendite.
Eröffnungskurs
Erster, nach Börseneröffnung
festgesetzter Kurs bei variabler
Notierung für ein bestimmtes Wertpapier.
EUREX
EUREX ist die größte Optionen- und
Futures-Börse weltweit und wird
gemeinsam geführt von der Gruppe
Deutsche Börse AG und der SWX Swiss
Exchange. Hier werden alle Arten von
Derivaten gehandelt und abgewickelt.
Euro-Stoxx
Um eine Orientierungsgröße für den
europäischen Markt zu erhalten, hat die
deutsche Börse zusammen mit der
Schweizer Börse, der Bourse de Paris und
dem amerikanischen Dow Jones die
europäischen Aktienindizes der
"Stoxx-Familie" entwickelt. Sie bestehen
aus den zwei Gesamtindizes Dow Jones
Stoxx, der mit 666 Gesellschaften aus 16
Ländern Europa als ganzes abdeckt, Dow
Jones Euro Stoxx, der Aktien von 326
Gesellschaften aus Ländern der
Europäischen Währungsunion enthält sowie
aus den beiden entsprechenden
"Blue-Chip-Indizes" Dow Jones Stoxx 50
mit Aktien von 50 Unternehmen aus
Gesamteuropa und Dow Jones Euro Stoxx 50
mit den Aktien von 50 Unternehmen aus
Ländern der Europäischen Währungsunion.
Ex-Tag
Bezeichnet den Tag, an dem ein
Wertpapier ohne z.B. Dividende oder eine
andere Kapitalmaßnahmen gehandelt wird.
F
Free Float
(-> Streubesitz)
Freiverkehr (Open Market)
Der Freiverkehr ist - anders als der
Amtliche Markt und der Geregelte Markt -
ein privatrechtliches Segment, aber auch
ein organisierter Markt im Sinne des
WpHG (Wertpapierhandelsgesetzes). Für
die emittierenden Unternehmen sind die
Einbeziehungsvoraussetzungen jedoch
einfacher als bei den beiden
EU-regulierten Segmenten Amtlicher und
Geregelte Markt. Der Freiverkehr wurde
im Oktober 2005 in Open Market
umbenannt.
Fremdkapital
Summe aller Verbindlichkeiten eines
Unternehmens, Passiva abzüglich
Eigenkapital, eventuell um
Wertberichtigungen korrigiert. Nach der
Fristigkeit unterscheidet man
kurzfristiges (z.B. Bankkredite,
Wechselverbindlichkeiten) und
langfristiges (z.B. Anleihen,
langfristige Kredite) Fremdkapital. Die
Kosten des Fremdkapitals sind ein
Einflußfaktor auf die Kapitalkosten des
Konzerns.
FTSE100
Aktienindex der Londoner Börse der 100
der größten Werte Großbritanniens
beinhaltet.
G
GDR (Global Depositary Receipt)
GDR´s sind Zertifikate, die eine
bestimmte Anzahl von Wertpapieren
verbriefen. Diese werden ausgegeben um
die Notiz von Wertpapieren, die als
Original nicht gehandelt werden können,
an einer Börse zu ermöglichen.
General Standard
Der General Standard zählt zu den
EU-regulierten Segmenten und ist das
Segment mit den gesetzlichen
Mindestanforderungen des Amtlichen
Marktes oder Geregelten Marktes.
Geeignet ist der General Standard für
Unternehmen, die nationale Investoren
ansprechen. Deutsche Emittenten werden
automatisch im CDAX® aufgenommen.
Geschäftsbericht
Jährlicher Rechenschaftsbericht einer
Aktiengesellschaft über den
Geschäftsverlauf und die Lage des
Unternehmens. Im Geschäftsbericht wird
u.a. der Jahresabschluß mit der Bilanz
und der Gewinn- und Verlustrechnung
abgedruckt und ausführlich erläutert.
Gewinn pro Aktie
Eine der wichtigsten Kennzahlen der
fundamentalen Aktienanalyse. Der
innerhalb eines bestimmten Zeitraums
(Quartal, Geschäftsjahr) erzielte
Unternehmensgewinn nach Steuer wird
durch die durchschnittliche Anzahl der
von dem Unternehmen ausgegebenen Aktien
dividiert. Der Gewinn je Aktie dient vor
allem zum Vergleich verschiedener
Unternehmen derselben Branche und zur
Untersuchung der Ertragssituation eines
einzelnen Unternehmens über die Zeit.
Weit verbreitet ist die englische
Abkürzung EPS für earnings per share.
Der Gewinn pro Aktie ist nicht identisch
mit der Dividende.
Girosammelverwahrung
Girosammelverwahrung ist die
kontenmäßige Verwaltung und Verwahrung
von Wertpapieren durch eine
Wertpapiersammelbank.
Globalurkunde
Urkunde die alle Wertpapiere einer
Gattung eines Unternehmens verbrieft.
Effektive Stücke werden nicht mehr
ausgeben.
Going Public
Geht ein Unternehmen an die Börse, wird
dies als Going Public bezeichnet. Die
Wertpapiere (Aktien) werden nach der
Zulassung in ein Handelssegment wie dem
Amtlichen Handel, dem Geregelten Markt
oder Freiverkehr eingeführt. Der
Eröffnungskurs bei der Einführung kann
vom -> Emissionskurs abweichen.
Hauptgründe des Unternehmens für den
Gang an die Börse sind neben der
Erschließung des Kapitalmarktes als
Finanzierungsquelle auch Publizitäts-
und Imageeffekte.
Greenshoe
Mehrzuteilungsoption, Klausel in einem
Emissionsübernahmevertrag, daß im Falle
außergewöhnlicher Publikumsnachfrage der
Emittent weitere Aktien zur Distribution
durch das Konsortium autorisiert.
Grundkapital
Aktienkapital einer Aktiengesellschaft,
entspricht zahlenmäßig dem Nennwert
aller ausgegebenen Aktien. In der Bilanz
wird es als Gezeichnetes Kapital auf der
Passivseite ausgewiesen.
H
Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist die in der
Regel einmal jährlich stattfindende
Versammlung der -> Aktionäre, in der
diese ihre Rechte ausüben. Teilnehmen
dürfen alle Aktionäre. Die
Hauptversammlung beschließt u. a. über
die Gewinnverwendung, etwaige
Kapitalerhöhungen und entscheidet über
die Entlastung des -> Vorstandes und des
-> Aufsichtsrates. Die Hauptversammlung
wählt den Abschlußprüfer und die
Anteilseignervertreter für den
Aufsichtsrat. Nur sie kann den
Aufsichtsrat und den Vorstand entlasten
(siehe auch -> Stimmrecht). Die
Vorschläge zur Tagesordnung werden in
der Einladung zur Hauptversammlung
veröffentlicht.
Hausse
Stärkerer, meist länger anhaltender
kräftiger Anstieg der Aktienkurse.
Gegensatz: Baisse
Hedge-Fond
Hedge-Fonds sind Fonds mit dem Zweck,
ein zugrundeliegendes, zweites
Anlageinvestment gegen verschiedene
Risiken (z.B. Zinsrisiko,
Währungsrisiko) abzusichern.
I
IAS (International Accounting Standards)
IAS steht als Abkürzung für
International Accounting Standards. Das
sind Rechnungslegungsbestimmungen, die
vom International Accounting Standard
Committee (IASC) festgelegt wurden. Das
IASC ist ein Zusammenschluss von
Wirtschaftsprüfern, Finanzanalysten und
Erstellern von Jahresabschlüssen.
IBEX35
Aktienindex der Spanischen
Wertpapierbörse in Madrid, Bolsa de
Madrid. Der Ibex35 beinhaltet die 35
größten Spanischen Aktiengesellschaften,
gewichtet nach Marktkapitalisierung.
IPO
Initial Public Offering (IPO) ist die
organisatorische Umsetzung des Going
Public eines Unternehmens durch die
Emissionsbanken. Die Aktien werden
erstmals Interessenten zum Kauf
angeboten. Dabei kann es sich um eine
Kapitalerhöhung oder eine Neuplatzierung
handeln.
ISIN (International Securities
Identification Number)
Individuelle Wertpapierkennnummer, die
der EDV-mäßigen Erfassung von
Wertpapieren auf internationaler Ebene
dient.
Inhaberaktie
Wertpapiere, bei denen die
Aktionärsrechte von demjenigen ausgeübt
werden können, der Inhaber der Urkunde
ist. Sie werden durch Einigung und
Übergabe übertragen.
Insider
Personen, die kursrelevante
Informationen über eine
Aktiengesellschaft früher erhalten als
die Öffentlichkeit. Aus dieser Stellung
Vorteile bei Börsengeschäften zu ziehen,
ist strafbar.
Insiderinformationen
Insiderindformationen sind Informationen
über vertrauliche Tatsachen, die mit
einem Wertpapier oder Emittenten in
Zusammenhang stehen und die geeignet
sind, den Kurs des Wertpapieres
erheblich zu beeinflussen, wenn sie der
Öffentlichkeit bekannt werden. Das
Ausnützen von Insiderinformationen z.B.
zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren
ist deutschen Börsengesetz verboten und
strafbar.
Institutionelle Anleger
Institutionelle Anleger stellen neben
Berufshandel und privaten Investoren die
dritte Anlegergruppe an der Börse dar.
Zu den institutionellen Anlegern werden
in der Regel
Versicherungsgesellschaften,
Pensionsfonds, große
Vermögensverwaltungen,
Kapitalanlagegesellschaften und manchmal
auch Banken gezählt, die regelmäßig
große Summen von Geld gewinnbringend
anzulegen versuchen.
Investor Relations
Investor Relations umfassen alle
Maßnahmen, die der Pflege der
Beziehungen zu existierenden und
potentiellen Investoren dienen. Ziele
der Investor-Relations-Aktivitäten sind
die Schaffung einer Vetrauensbasis zu
den Investoren, die Steigerung bzw. die
Stabilisierung des Aktienkurses sowie
eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades des
Unternehmens.
K
KGV
Abk. für: Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das
KGV ist der Quotient aus dem aktuellen
Aktienkurs und dem Jahresgewinn des
Unternehmens pro Aktie. Je niedriger der
KGV, umso "billiger" die Aktie. Das KGV
spiegelt die Erwartungen der Anleger
bezüglich des künftigen
Ergebniswachstums wider.
Kapitalerhöhung
Der Begriff Kapitalerhöhung bezeichnet
die Erhöhung des Grundkapitals einer
Aktiengesellschaft durch Ausgabe neuer
Aktien. Die Kapitalerhöhung dient häufig
der Finanzierung von Investitionen oder
Unternehmenskäufen. Das gesetzliche
Bezugsrecht garantiert den Aktionären
das Recht, durch Teilnahme an der
Kapitalerhöhung ihre prozentuale
Beteiligung an dem Unternehmen gleich zu
halten, also zusätzliche neue Aktien zu
kaufen.
Kapitalertragsteuer
Besondere Erhebungsform der
Einkommensteuer. Bei Dividendenzahlung
werden mindestens 25 Prozent des
ausgeschütteten Betrags als
Kapitalertragsteuer einbehalten, falls
dem Depot führenden Kreditinstitut kein
Freistellungsauftrag vorliegt,
beziehungsweise kein entsprechender
Freibetrag mehr vorhanden ist. Dieser
Steuerabzug wird als Vorauszahlung auf
die Einkommensteuer des Aktionärs
angerechnet.
Konsolidierung
Stabilisierung der Börsenkurse nach
vorausgegangenen stärkeren
Kursbewegungen nach oben oder unten.
Wird auch aufgrund der Erscheinung im
Chart (graphische Kursdarstellung) als
Seitwärtsbewegung bezeichnet.
Konsortium
Eine für einen begrenzten Zeitraum zur
Durchführung eines oder mehrerer
bestimmter Geschäfte gegründete
Gesellschaft. Oft vorkommende Konsortien
sind Emissionskonsortien zur
Unterbringung neuer Aktien am
Kapitalmarkt.
Kurs-Cash-Flow (KCF)
Dabei wird der Kurs einer Aktie durch
den Cash Flow (Finanzüberschuß) je Aktie
dividiert. Der Cash Flow ist in der
Fundamentalanalyse die wichtigste
Kennzahl, die Finanzkraft eines
Unternehmens zu beurteilen. Der Cash
Flow ist der Saldo aus Mittelzufluß und
-abfluß. Verkürzt wird auch der Gewinn
plus Abschreibungen als Cash Flow
bezeichnet. Im Verhältnis zum Aktienkurs
zeigt der Cash Flow an, wie lange es
dauert, den Kurs aus dem laufenden
Zahlungsstrom des Unternehmens zu
bezahlen.
L
Liquidität
Aus Börsensicht ermöglicht ein liquider
Markt einen schnellen und wirkungsvollen
Ein- und Ausstieg zum gegenwärtigen
Marktkurs. Die Möglichkeit, Positionen
schnell einzugehen und aufzulösen,
ergibt sich aus der großen Anzahl von
Marktteilnehmern mit der Bereitschaft,
zu kaufen oder zu verkaufen. Aus
betriebswirtschaftlicher Sicht bedeutet
Liquidität (auch Barreserve genannt) die
Fähigkeit eines Unternehmens zur
fristgerechten Erfüllung der
Zahlungsverpflichtungen.
Listing
Einführung/Notierung einer Aktie an
einer Börse (siehe -> Börseneinführung,
IPO).
M
M:access
M:access ist ein Marktsegment an der
Börse München für mittelständische
Unternehmen, das als
segmentübergreifender, börsenregulierter
Markt konzipiert ist.
Der Einstieg erfolgt per IPO, Listing
oder Wechsel aus einem anderen Segment.
Durch die Übernahme der von der Börse in
diesem Segment vorgegebenen
Folgepflichten sorgen die in M:access
notierten Unternehmen ihren Anlegern
gegenüber für ein erhöhtes Maß an
Transparenz und Sicherheit.
Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung gibt den
aktuellen Börsenwert eines Unternehmens
an. Sie wird errechnet, indem der
aktuelle Aktienkurs mit der Anzahl der
ausgegebenen Aktien multipliziert wird.
Margin
Die Marge ist eine Sicherheitsleistung,
die ein Aktionär bei Terminkontrakten
hinterlegt, wenn der Kontrakt entgegen
seiner Richtung läuft. Margin call: Wenn
der Kontrakt sich zu Ungunsten des
Anlegers entwickelt, wird er
aufgefordert, die Sicherheitsleistung
nachzuzahlen.
Market Maker
Als Market Maker werden Börsenmitglieder
genannt, die an Börsen verbindliche
Geld- und Briefkurse stellen. Meist sind
Banken oder Makler in der Funktion der
Market Maker, auch engl. 'specialist'
genannt.
MAX ONE
MAX-ONE ist der Name des elektronischen
Handelssystems der Börse München. Es
unterstützt die Spezialisten bei der
Kursfeststellung. 'MAX ONE' ist ein
Referenzmarktprinzip, durch das der
Kunde an der Börse München nach
bestimmten Kriterien den besten
verfügbaren Preis am Markt erhält.
MIB 30
Aktienindex der Mailänder Börse, der 30
der größten Aktiengesellschaften
Italiens beinhaltet.
MSCI
Morgan Stanley Capital International,
Finanzdienstleister der in Börsenkreisen
auch aufgrund seiner Vielzahl von
internationalen Indizes bekannt ist.
N
Namensaktie
Im Gegensatz zur Inhaberaktie auf den
Namen einer bestimmten natürlichen oder
juristischen Person lautende Aktie,
deren Eigentümer im Aktienbuch der
Gesellschaft eingetragen ist.
NASDAQ
National Association of Securities
Dealers for Automated Quotation. Die
NASDAQ wurde ursprünglich gegründet, um
in den USA an jedem Ort für jede
gehandelte Aktie an der Wall Street
Kurse zu bekommen. Inzwischen ist die
NASDAQ eine Handelsplattform für mehrere
tausend amerikanische Unternehmen.
Nennbetrag
Der Nennbetrag gibt an, mit welchem
Anteil eine Aktie am Grundkapital und
damit am gesamten Vermögen einer AG
beteiligt ist. Ein Aktionär wird durch
die Dividende am unternehmerischen
Erfolg der AG beteiligt. Der Nennbetrag
betrug bislang 5 DM oder ein Vielfaches
davon; mit Einführung des Euro ist der
Mindestnennbetrag auf 1 Euro abgesenkt
worden. Der Nennbetrag ist unabhängig
von Börsenschwankungen und somit vom
Kurswert zu unterscheiden (siehe auch ->
Stückaktie).
NVDR
Der Wertpapierzusatz "NVDR" bei z.B
thailändischen Aktien bedeutet übersetzt
"non votice deposite receipt" =
stimmrechtslose Aktien
In Thailand werden für ausländische
Investoren die sog. "foreign" shares
ausgegeben.
Ist die Anzahl bereits im Besitz
diverser Anteilseigner, werden diese
sog. "NVDR" ausgegeben.
NYSE
Ney York Stock Exchange - Eine der
bedeutendsten Börsen der Welt in der
Wall Street, weshalb sie meist auch nur
kurz 'Wall Street' genannt wird. Die
offizielle Abkürzung ist NYSE.
O
Option
Bedeutet allgemein das vertraglich
eingeräumte Recht, einen Gegenstand
unter bestimmten Bedingungen zeitlich
befristet zu einem bestimmten Preis zu
erwerben oder zu veräußern. Man
unterscheidet nach Kauf- und
Verkaufsoptionen. Optionen sind
selbständig an der Börse handelbar.
Optionsrecht
Das Recht (nicht die Verpflichtung),
Aktien bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
für einen vorher vereinbarten Betrag (->
Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen.
Ist der Basispreis niedriger als der
aktuelle Kurswert, hat die -> Option
einen rechnerischen Wert.
Orderbuch
Im Orderbuch einer Börse werden alle
Aufträge gespeichert und auf ihre
Ausführbarkeit untersucht und
gegebenenfalls durchgeführt.
OTC
Bedeutet 'over the counter', also quasi
eine Order direkt 'über den
Schaltertisch' gehandelt. Das OTC
Bulletin Board ist eine weitere
Handelsplattform in USA an der
Aktiengesellschaften weitaus weniger
strengen Bedingungen unterliegen, wie an
der NYSE oder NASDAQ.
P
Parkett
Auf dem Parkett findet in Deutschland
der Börsenhandel statt. ParkettBörsen in
Deutschland gibt es in Berlin-Bremen,
Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München
und Stuttgart, wobei heutzutage nicht
mehr an jeder Börse für die Market Maker
Präsenzpflicht besteht, d.h. sie können
in einem Büro sitzen und müssen nicht im
Börsensaal die Preise stellen.
Performance
Wertentwicklung eines Wertpapiers. Die
Performance ergibt sich aus
Kursentwicklung, Dividendenzahlungen und
Bezugsrechten bei Kapitalerhöhungen. Sie
wird - bezogen auf einen bestimmten
Zeitpunkt - in Prozent angegeben.
Primärmarkt
Bezeichnung für den Emissionsmarkt, d.h.
die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren
und deren Verkauf an Anleger.
Prime Standard
Der Prime Standard zählt zu den
EU-regulierten Segmenten und ist das
Zulassungssegment für Unternehmen, die
sich auch gegenüber internationalen
Investoren positionieren wollen. Prime
Standard Unternehmen müssen über das Maß
des General Standard hinaus, der die
gesetzlichen Mindestanforderungen des
Amtlichen Marktes oder Geregelten
Marktes stellt, hohe internationale
Transparenzanforderungen erfüllen. Die
Zulassung zum Prime Standard ist eine
Voraussetzung für die Aufnahme in die
Auswahlindizes DAX®, MDAX®, TecDAX® und
SDAX®.
Q
Quartalsbericht
Unterjähriger Zwischenbericht über die
Geschäfts- und Ergebnisentwicklung eines
Unternehmens.
Quotes
Englischer Begriff, der auch in
Deutschland mittlerweile ein gängiger,
umgangssprachlicher Ausdruck für Geld-
und Briefkurse, also die Handelsspanne,
geworden ist.
R
REX-Performance-Index
Index, der die Entwicklung des deutschen
Rentenmarktes widerspiegelt. Renten sind
festverzinsliche Wertpapiere, z. B.
Staatsanleihen, Pfandbriefe oder
Industrieobligationen.
Random-Walk-Hypothese
Auf der Theorie des effizienten Markts
beruhendes Erklärungsmodell der
Kursentwicklung von Wertpapieren. Die
Hypothese besagt, daß aus der
Beobachtung und Interpretation von
Kursverläufen der Vergangenheit
keinerlei Rückschlüsse auf die
zukünftige Entwicklung gezogen werden
können, denn in die jeweils letzte
Kursfeststellung sind alle derzeit
verfügbaren relevanten Informationen
eingeflossen. Der jeweils letzte Kurs
ist daher die bestmögliche Schätzung
aller zukünftigen Kurse. Nach der
Random-Walk-Hypothese ist folglich die
technische Wertpapieranalyse ohne
jegliche prognostische Relevanz.
Strenggenommen sind nach dieser
Hypothese allerdings auch mit den
Mitteln der Fundamentalanalyse keine
sinnvollen Prognosen über zukünftige
Kursentwicklungen möglich.
Rating
Standardisierte Kennziffer zur
Beurteilung und Einstufung der Bonität
eines Unternehmens. Die dem Rating
zugrundeliegenden Analysen werden durch
darauf spezialisierte Unternehmen (z. B.
Standard & Poor's, Moody's)
durchgeführt.
Rendite
Die Rendite mißt die Verzinsung des
eingesetzten Kapitals in %. Man
unterscheidet zwischen a)
Dividendenrendite = Verhältnis von
Dividende + Steuerguthaben zum Kaufpreis
der Aktie, b) Anlagerendite = Dividende
+ Steuerguthaben + Kursveränderungen +
Bezugsrechte zum Kaufpreis der Aktie.
Rentenmarkt
Börsenmarkt für festverzinsliche
Wertpapiere. Der Rentenmarkt ist
gemessen an Umsatz, Anzahl notierter
Wertpapiere und Neuemissionen von
größerer Bedeutung als der ->
Aktienmarkt (-> Wertpapiermarkt)
Repartierung
Entspricht dem Ausdruck Rationierung.
Tritt nur dann ein, wenn sich mehr
Käufer für ein Wertpapier finden, als
die Emission vorgesehen hat. Die Stücke
werden dann repartiert, das heißt
zugeteilt. Am Aktienmarkt kann es
ebenfalls zur Repartierung
beziehungsweise Rationierung kommen,
nämlich dann, wenn der angebotenen oder
nachgefragten Aktie eine hohe Käufer-
beziehungsweise Verkäuferzahl
gegenübersteht. Die Kursnotiz wird dann
mit dem Zusatz ratG (überhängende
Nachfrage) beziehungsweise ratB
(überhängendes Angebot) versehen.
S
S&P 100 / S&P500
Standard & Poors ist eine der
umfangreichsten amerikanischen Indizes,
der 100 oder 500 individuell gewichtete
Börsenwerte beinhaltet und ständig
berechnet wird.
Satzung
Gesellschaftsvertragliche Grundlage
einer Aktiengesellschaft, aus der sich
Firma und Sitz, Geschäftszweck, Höhe des
Grundkapitals und weitere grundlegende
Regelungen (z. B. zu -> Vorstand und ->
Aufsichtsrat) ergeben.
SEC
U.S. Securities und Exchange Commission.
ist die amerikanische Handelsbehörde,
die über alle Börsenvorgänge informiert
ist, Zulassungsanträge genehmigt, Börsen
überprüft Informationen fördert und für
effiziente Börsenmärkte sorgt und somit
den Anleger schützt. Entstanden 1934
nach den Krisen des Börsencrashs 1929
und als Behörde zur Überprüfung der
neuen Gesetze des amerikanischen
Kongresses für Aktien (1933) und Börsen
(1934) . Franklin Delano Roosevelt
bestellte Joseph P. Kennedy (Vater von
John F. Kennedy) als ersten Leiter der
Behörde.
Shareholder-Value
Shareholder Value ist eine
Managementphilosophie, die sich die
langfristige Steigerung des Aktienwertes
zum Ziel gesetzt hat. Dabei gehen die
Unternehmensverantwortlichen davon aus,
dass den Kapitalgebern, also den
Aktionären, ein Recht auf Wertzuwachs
zusteht.
Skontro
In einem Skontro vermerkt ein Kursmakler
die festgestellten Kurse. Es werden dort
alle Kauf- und Verkaufsaufträge eines
Tages sowie die ermittelten Kurse
eingetragen.
SMI
Swiss Market Index. Börsenindex der
Schweiz bestehend aus 27 gewichteten
Aktien.
Specialist
Siehe Market Maker
Sperrfrist
Zeitraum, in dem ein Wertpapier (Aktie)
nicht veräußert werden darf.
Split, Stock Split
-> Aktiensplit
Stammaktie
Stammaktien verbriefen dem Anteilseigner
die vom Aktiengesetz vorgesehenen
Aktionärsrechte, insbesondere das
Stimmrecht auf der Hauptversammlung.
Gegensatz: Vorzugsaktie.
Standardwerte
Gebräuchliche Bezeichnung für Aktien
großer, wachstums- und gewinnstarker
Unternehmen mit hoher
Marktkapitalisierung. (-> Blue Chips).
Stimmrecht
Recht des -> Aktionärs, an der
Beschlußfassung in der ->
Hauptversammlung mitzuwirken (in der
Regel pro -> Aktie eine Stimme). Jeder
Aktionär kann sein Stimmrecht mittels
Vollmacht auf seine Depotbank oder einen
anderen HV-Teilnehmer übertragen.
STOXX
STOXX und EUROSTOXX sind Warenzeichen
von Dow Jones. Die US-Firma rechnet
damit verschiedene Indizes in der die 50
größten europäischen Unternehmen, allg.
(STOXX) zusammengefasst sind, um einen
Gesamtüberblick über den Europäischen
Markt zu haben. EUROSTOXX beinhaltet die
50 größten Unternehmen, die zur
Euro-Zone gehören.
Streubesitz
Der Streubesitz ist der prozentuale
Anteil an einem Unternehmen, der frei an
der Börse handelbar ist.
Stückaktie
Im Gegensatz zur Aktie mit -> Nennbetrag
verbrieft die Stückaktie keinen
feststehenden Betrag (z. B. 1 EUR
Aktie), sondern einen bestimmten in der
Satzung festgelegten Anteil am Kapital
der Gesellschaft (z.B. 1/20.000.000).
Die Stückaktie wurde in Deutschland erst
1998 zugelassen.
SWX
Swiss Exchange, die Schweizerische
Börse, Zürich.
T
Trader
Trader: Angloamerikanische Bezeichnung
für einen Wertpapierhändler, der (im
Gegensatz zu einem -> Broker) auf eigene
Rechnung Börsengeschäfte durchführt.
V
Vinkulierte Namensaktie
Sonderform der Namensaktie. Nach § 68
Abs. 2 Aktiengesetz ist für die
Übertragung vinkulierter Namensaktien
außer den bei gewöhnlichen Namensaktien
vorgesehenen Bedingungen auch die
Zustimmung der Aktiengesellschaft
erforderlich.
Volatilität
Schwankungsbreite von Kursen. Bei
starken Kursausschlägen hat eine ->
Aktie eine hohe Volatilität. Für den
Anleger bedeutet das die Chance auf
schnelle und hohe Kursgewinne, aber auch
das Risiko ebenso schneller Verluste.
Vorstand
Eigenverantwortliches Geschäftsführungs-
und Vertretungsorgan
(Unternehmensleitung) der
Aktiengesellschaft. Neben
Geschäftsführung und Berichterstattung
gehören die gerichtliche und
außergerichtliche Vertretung der AG zu
den wichtigsten Pflichten des Vorstands.
Der Vorstand wird vom -> Aufsichtsrat
der AG bestellt und abberufen.
Vorzugsaktie
Vorzugsaktien haben im Gegensatz zu ->
Stammaktien in der Regel kein ->
Stimmrecht, gewähren ihrem Besitzer
dafür aber andere Vorteile, wie z. B.
eine Vorzugsdividende oder die
Nachzahlung ausgefallener -> Dividenden.
W
Wachstumsaktie
Börsenbegriff für Aktien einer Branche
(oder eines Unternehmens), deren
fundamentale Aussichten auf längere
Sicht als überdurchschnittlich gut
eingeschätzt werden.
Wertpapier
Urkunden, in denen ein privates Recht in
der Weise verbrieft ist, daß zur
Geltendmachung des Rechtes zumindest der
Besitz der Urkunde erforderlich ist.
Wertpapiere sind z. B.: Banknoten,
Schecks, Wechsel, Aktien, Anleihen,
Hypothekenbriefe, etc. Die Übertragung
der Rechte erfordert die Vorlage oder
Übergabe des Wertpapiers. Im engeren
Sinne versteht man unter Wertpapieren
Effekten. Dazu zählen:
Schuldverschreibungen, Aktien,
Investmentzertifikate, etc.
Wertpapierkenn-Nummer/WKN
In Deutschland notierte oder emittierte
Aktien, Anleihen, Investmentzertifikate
und Optionsscheine sind durch eine
sechsstellige Wertpapierkennummer (WKN)
eindeutig identifizierbar.
X
Xetra
Elektronisches Handelssystem der
Deutschen Börse AG, das 1997 aus dem
davor benützten IBIS-System entstand.
Z
Zeichnungsfrist
Zeitraum, in dem Wertpapiere zu den
Ausgabebedingungen am Primärmarkt
erworben werden können.
A
Allgemeine Geschäftsrisiken
Risiken, die aufgrund geänderter
Rahmenbedingungen wie Marktumfeld,
Kundenverhalten und technischem
Fortschritt entstehen. Diese
Veränderungen können unsere Ertragslage
beeinträchtigen, wenn wir uns nicht
sofort auf die veränderten Bedingungen
einstellen.
Alpha
Anlagerendite, die den Referenzmaßstab
übersteigt.
Alternative A (Alt-A)
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit
dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt
Kredite an Kreditnehmer mit einer
Bonität besser als subprime, aber
schlechter als prime verstanden werden.
Alternative Anlagen/Investments
Direkte Investitionen in Private Equity,
Wagniskapital, Mezzanine-Kapital,
Immobilienanlagen und Anlagen in
Leveraged-Buy-out-Fonds,
Wagniskapitalfonds sowie Hedgefonds.
American Depositary Receipts (ADRs)
Von US-Banken ausgestellte handelbare
Hinterlegungsscheine, die nicht
US-amerikanische Aktien repräsentieren.
ADRs dienen zur Erleichterung,
Verbilligung und Beschleunigung des
Handels an amerikanischen Börsen.
Anlagebuch
Risikotragende Positionen, die nicht dem
Handelsbuch zugeordnet werden.
Asset Finance & Leasing
Kompetenzzentrum, das hauptsächlich
maßgeschneiderte und innovative
Finanzierungslösungen für langlebige und
hochwertige Wirtschaftsgüter
strukturiert.
Asset-backed Securities (ABS)
Besondere Form verbriefter
Zahlungsansprüche in Form von
handelbaren Wertpapieren. Die
entsprechenden Wertpapiere sind durch
Restrukturierung bestimmter Finanzaktiva
entstanden (Securitization).
Aufsichtsrechtliche Risikoposition
Die aufsichtsrechtliche Risikoposition
nach Basel II setzt sich zusammen aus
den Adressenausfallrisiken, den
Marktrisiken und den operationellen
Risiken. Diese Risikokomponenten werden
auf der Basis von Standard- oder
fortgeschrittenen Methoden errechnet.
Das Marktrisiko entspricht dem
12,5-Fachen des Value-at-Risk (99 %
Konfidenzniveau, zehn Tage Haltedauer),
das wir auf Basis unserer
aufsichtsrechtlich anerkannten internen
Risikomodelle berechnen und mit einem
institutsspezifischen Multiplikator
hochskalieren.
Aufwand-Ertrag-Relation
Grundsätzlich: Kennzahl zur
Kosteneffizienz eines Unternehmens, die
das Verhältnis der betrieblichen
Aufwendungen zu den betrieblichen
Erträgen abbildet.
B
Backtesting
Verfahren zur Überprüfung der
Vorhersagekraft des
Value-at-Risk-Konzepts. Hierbei werden
auf täglicher Basis hypothetisch
erzielte Gewinne und Verluste mit den
durch das Value-at-Risk-Modell
prognostizierten Werten verglichen.
Basel II
Die neuen Eigenkapitalvorschriften des
Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht,
die insbesondere die Ermittlung der
aufsichtsrechtlichen Risikoposition nach
Basel I ersetzt haben.
BIZ
Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel.
Bookbuilding
Emissionsverfahren, das die Nachfrage
einzelner Investoren mit den speziellen
Finanzierungsinteressen eines Emittenten
bezüglich des Emissionspreises abstimmt.
Broker/Brokerage
Broker nehmen Wertpapieraufträge von
Banken und privaten Investoren an und
führen sie im Auftrag des Kunden aus.
Für seine Tätigkeit (Brokerage) erhält
der Broker üblicherweise eine Provision.
Buy-out
Kauf (vollständig oder teilweise) eines
Unternehmens beziehungsweise bestimmter
Unternehmensaktivitäten.
C
Cash Management
Beinhaltet die Verwaltung von liquiden
Mitteln in Dollar, Euro und sonstigen
Währungen für Unternehmen und
Finanzinstitute zur Optimierung von
Finanztransaktionen.
Clearing
Die Übermittlung, Abstimmung und in
bestimmten Fällen die Bestätigung von
Zahlungsaufträgen.
Coaching
Personalisierte maßgeschneiderte
Entwicklungsmaßnahme mit dem Ziel,
Fähigkeiten des Mitarbeiters (zum
Beispiel Führungskompetenz,
Kommunikationsverhalten) in der Regel
durch einen Coach zu verbessern.
Collateralized Debt Obligations (CDOs)
Asset-backed Securities, die mit
Krediten oder Schuldverschreibungen
besichert wurden.
Commercial Mortgage-backed Securities
(CMBS)
Mortgage-backed Securities (MBS), die
Kredite für gewerbliche Immobilien
verbriefen.
Commitment
Die Identifikation mit dem Unternehmen,
seinen Zielen und Werten sowie die
Bereitschaft zur Leistung und die
Neigung, bei diesem Unternehmen zu
bleiben.
Compliance
Gesamtheit an Maßnahmen, um die
Einhaltung einschlägiger Gesetze,
Vorschriften und interner Regelungen
sicherzustellen wie auch gerichtliche
beziehungsweise aufsichtsrechtliche
Sanktionen sowie finanzielle oder
Reputationsschäden zu verhindern.
Corporate Finance
Sammelbezeichnung für kapitalmarktnahe
innovative Finanzierungsdienstleistungen
mit speziellem Beratungsbedarf im
Firmenkundengeschäft.
Credit Default Swap
Eine Vereinbarung zwischen zwei
Parteien, gemäß der eine Partei einen
festen Coupon über eine spezifizierte
Periode zahlt. Die andere Partei nimmt
so lange keine Zahlung vor, bis ein
spezifiziertes Ereignis wie zum Beispiel
ein Ausfall eintritt. Zu diesem
Zeitpunkt wird dann eine Zahlung
getätigt und der Credit Default Swap ist
beendet.
Credit Linked Note
Wertpapiere, die ein Kreditderivat,
meist einen Credit Default Swap,
enthalten.
Credit Trading
Handel mit Kredit- oder kreditnahen
Produkten.
Custody
Verwahrung und Verwaltung von
Wertpapieren sowie zusätzliche Dienste
im Wertpapierbereich.
D
Debt Products
Handelbare Instrumente, die eine
Verbindlichkeit oder einen Anspruch
bezüglich eines Vermögenswerts eines
oder mehrerer Unternehmen im privaten
beziehungsweise öffentlichen Sektor
darstellen. Der Begriff beschreibt auch
ein umfassenderes Angebot an
Finanzinstrumenten einschließlich
Devisen- und Warengeschäften.
Derivate
Finanzinstrumente, deren Bewertung sich
überwiegend vom Preis, von den
Preisschwankungen und den
Preiserwartungen der zugrunde liegenden
Basisinstrumente (beispielsweise Aktien,
Anleihen, Devisen, Indizes) ableitet. Zu
den Derivaten zählen insbesondere Swaps,
Optionen und Futures.
Direkt eingetragene institutionelle
Aktientransaktion
Zwischen einem Emittenten und
einem/mehreren institutionellen Anlegern
direkt verhandelter Verkauf von
Wertpapieren auf der Grundlage einer
Registrierung (Shelf Registration
Statement) bei der SEC.
DJSI
Dow-Jones-Sustainability-Indizes sind
eine Indexfamilie, welche die
ökologische und soziale Leistung von
Unternehmen abbildet. Seit Bestehen der
Indizes ist die Deutsche Bank im DJSI
World und DJSI STOXX gelistet.
www.sustainability-index.com
Durchschnittliches Active Equity
Wir berechnen das Active Equity, um
einen Vergleich mit unseren Konkurrenten
zu vereinfachen. Dieses fließt in die
Berechnung verschiedenster Kennziffern
ein. Hierbei handelt es sich jedoch
nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei
einem Vergleich unserer Kennzahlen, die
auf dem Active Equity basieren, mit
denen anderer Unternehmen sollten stets
auch Abweichungen bei der Berechnung
dieser Kennzahlen berücksichtigt werden.
Die Positionen, um die wir unser
durchschnittliches den Deutsche
Bank-Aktionären zurechenbares
Eigenkapital bereinigen, sind die
durchschnittlichen unrealisierten
Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten und die
durchschnittlichen
Fair-Value-Anpassungen von Cash Flow
Hedges (beide Bestandteile nach darauf
entfallenden Steuern). Gleiches gilt für
die durchschnittliche Dividendenzahlung,
für die jedes Quartal eine Abgrenzung
vorgenommen und die nach Zustimmung der
Hauptversammlung einmal jährlich
ausgezahlt wird.
E
Eigenkapital gemäß Basel II
Bankaufsichtsrechtlich anerkanntes
Eigenkapital in Übereinstimmung mit der
neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung
von 2004 für Kreditinstitute. Das
Eigenkapital gemäß Basel II setzt sich
zusammen aus:
–Tier-1-Kapital: vor allem Grundkapital,
Rücklagen und bestimmte hybride
Kapitalinstrumente,
–Tier-2-Kapital: insbesondere
Genussrechtskapital, kumulative
Vorzugsaktien, langfristige nachrangige
Verbindlichkeiten und nicht realisierte
Gewinne aus notierten Wertpapieren,
–Tier-3-Kapital: im Wesentlichen
kurzfristige nachrangige
Verbindlichkeiten und überschüssiges
Tier-2-Kapital.
Tier-2-Kapital kann nur bis zur Höhe des
Tier-1-Kapitals angerechnet werden,
wobei noch zusätzlich die
Anrechenbarkeit der langfristigen
nachrangigen Verbindlichkeiten im
Tier-2-Kapital auf 50 % des
Tier-1-Kapitals beschränkt ist.
Eigenkapitalrendite vor Steuern
(basierend auf dem durchschnittlichen
Active Equity)
Prozentualer Anteil des den Deutsche
Bank-Aktionären zurechenbaren
Ergebnisses vor Steueraufwand
(annualisiert), das sich errechnet aus
dem Ergebnis vor Steuern abzüglich von
Minderheitsanteilen, am
durchschnittlichen Active Equity.
Emerging Markets
Aufstrebende Märkte von
Schwellenländern, primär Finanzmärkte.
Equity Capital Markets (ECM)
In erster Linie Aktivitäten rund um den
Börsengang eines Unternehmens
beziehungsweise um die Ausgabe neuer
Aktien. Ebenso fallen Privatisierungen
von staatseigenen Betrieben darunter.
Equity Methode
Bewertungsmethode für Beteiligungen an
Unternehmen, auf die ein maßgeblicher
Einfluss ausgeübt werden kann. Anteilige
Jahresüberschüsse/(-fehlbeträge) des
Beteiligungsunternehmens erhöhen
(vermindern) den Beteiligungsbuchwert
und gehen in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein.
Ausschüttungen/Dividenden vermindern den
Beteiligungsbuchwert, ohne die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu berühren.
Ergebnis je Aktie
Nach IFRS ermittelte Kennziffer, die den
Gewinn, der den Aktionären der
Gesellschaft zurechenbar ist, der
durchschnittlichen Zahl an ausstehenden
Stammaktien gegenüberstellt. Neben der
Kennziffer Ergebnis je Aktie ist
zusätzlich ein verwässertes Ergebnis je
Aktie auszuweisen, wenn sich aus der
angenommenen Wandlung und Ausübung
ausstehender Aktienoptionen, noch nicht
unverfallbarer zugeteilter Aktienrechte
und wandelbarer Schuldtitel und
bestimmter Terminkontrakte die Zahl der
Aktien erhöhen kann.
Erwarteter Verlust
Maßeinheit für den Ausfallverlust
unseres Kreditportfolios, der innerhalb
eines Jahres auf der Grundlage
historischer Verlustdaten zu erwarten
ist.
Euro Commercial Paper Program
Instrument zur flexiblen Begebung
unbesicherter Schuldtitel mit kurzen
Laufzeiten. In einem Programm können
mehrere Anleiheemissionen innerhalb
einer gegebenen Zeit erfolgen.
Event-Risk-Szenarien
Szenarien, die erhebliche Ereignisse wie
beispielsweise große Bewegungen in
Zinsen oder Wechselkursen darstellen.
Exposure
Geldbetrag, welcher der Bank bei
Eintritt eines Verlusts aus einem
eingegangenen Risiko, beispielsweise
beim Ausfall eines Kreditnehmers oder
Vertragspartners, verloren gehen kann.
F
Fair Value
Betrag, zu dem Aktiva beziehungsweise
Passiva zwischen sachkundigen,
vertragswilligen und voneinander
unabhängigen Geschäftspartnern getauscht
würden.
Family Office
Für Familien mit sehr großen und
komplexen Vermögen konzipierte
Finanzdienstleistung, die auf der
Grundlage absoluter Unabhängigkeit durch
eine optimale Steuerung und umfassende
Koordination der einzelnen
Vermögensbestandteile die
Kundeninteressen wahrnimmt.
Financial Supply Chain Management
Optimierung der Finanzströme entlang der
Lieferkette eines Unternehmens.
Futures
Hinsichtlich Menge, Qualität und
Liefertermin standardisierte
Terminkontrakte, bei welchen zu einem
bestimmten zukünftigen Zeitpunkt ein dem
Geld- und Kapital-, Edelmetall- oder
Devisenmarkt zugehöriges Handelsobjekt
zum festgesetzten Kurs zu liefern
beziehungsweise abzunehmen ist. Häufig
ist bei derartigen Kontrakten
(beispielsweise Terminkontrakten auf der
Basis von Aktienindizes) zur Erfüllung
der bestehenden Verpflichtung anstelle
einer Wertpapierlieferung oder -abnahme
eine Ausgleichszahlung zu leisten.
G
Goodwill
Der Betrag, den ein Käufer bei Übernahme
eines Unternehmens unter
Berücksichtigung zukünftiger
Ertragserwartungen über den Fair Value
der einzeln identifizierbaren
Vermögensgegenstände und Schulden hinaus
zahlt.
H
Handelsbuch
Bankaufsichtsrechtlicher Begriff für
Positionen in Finanzinstrumenten,
Anteilen und handelbaren Forderungen,
die von einem Kreditinstitut zum Zweck
des kurzfristigen Wiederverkaufs unter
Ausnutzung von Preis- und
Zinsschwankungen gehalten werden.
Darunter fallen auch eng mit
Handelsbuchpositionen verbundene
Geschäfte (zum Beispiel zur
Absicherung). Nicht zum Handelsbuch
zugehörige risikotragende Positionen
werden dem Anlagebuch zugeordnet.
Hedge Accounting
Bilanzielle Abbildung von
Sicherungszusammenhängen, die an
bestimmte Voraussetzungen geknüpft sind.
Hedgefonds
Fonds, der normalerweise von
Institutionen und vermögenden
Privatpersonen gezeichnet wird. Er setzt
Strategien ein, die für Investmentfonds
nicht erlaubt sind. Beispiele sind
Leerverkäufe, hohe Fremdverschuldung und
Derivate. Hedgefondsrenditen sind meist
nicht mit den Renditen traditioneller
Anlagewerte korreliert.
Hybride Kapitalinstrumente (Trust
Preferred Securities)
Kapitalinstrumente, die sich durch
gewinnabhängige Zinszahlungen
auszeichnen. Soweit im Verlustfall
ausgefallene Zinszahlungen nicht
nachgeholt werden (nicht kumulative
Trust Preferred Securities) und die
Papiere kein festgelegtes
Fälligkeitsdatum besitzen
beziehungsweise durch die Gläubiger
nicht kündbar sind, gehören sie
aufsichtsrechtlich zum Tier-1-Kapital.
Andernfalls sind sie dem Tier-2-Kapital
zuzurechnen (zum Beispiel kumulative
Trust Preferred Securities).
I
IFRS (International Financial Reporting
Standards)/ vormals IAS (International
Accounting Standards)
Rechnungslegungsstandards des
International Accounting Standards
Board, die eine weltweit transparente
und vergleichbare Bilanzierung und
Publizität sicherstellen sollen.
Maßgeblicher Zweck ist die
Bereitstellung entscheidungsrelevanter
Informationen, insbesondere für
Investoren.
Investment Banking
Sammelbegriff für
kapitalmarktorientierte Geschäfte.
Hierunter fallen insbesondere Emission
und Handel von Wertpapieren und ihren
Derivaten, Zins- und Währungsmanagement,
Corporate Finance, Beratung bei
Übernahmen und Fusionen, strukturierte
Finanzierungen und Private Equity.
Investor Relations
Bezeichnet die systematische und
kontinuierliche zweiseitige
Kommunikation zwischen Unternehmen und
aktuellen wie potenziellen Eigenkapital-
beziehungsweise Fremdkapitalgebern.
Informationen betreffen vor allem
wichtige Unternehmensereignisse,
finanzielle Ergebnisseund die
Geschäftsstrategie sowie die Erwartungen
des Kapitalmarkts an das Management. Ein
wesentliches Ziel der
Investor-Relations-Aktivitätenist die
angemessene Bewertung der Aktie.
K
Kapitaladäquanzquote
Kennziffer für Kreditinstitute, die das
in Prozent ausgedrückte Verhältnis von
aufsichtsrechtlichem Eigenkapital zu
aufsichtsrechtlicher Risikoposition
angibt. Die einzuhaltende
Mindestkennziffer für die
Eigenkapitalquote beträgt 8 %.
Kapitalflussrechnung
Ermittlung und Darstellung des
Zahlungsmittelflusses, den ein
Unternehmen in einem Geschäftsjahr aus
laufender Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet
oder verbraucht hat, sowie zusätzliche
Abstimmung des Zahlungsmittelbestands
(Barreserve) zu Beginn mit dem Betrag am
Ende des Geschäftsjahres.
Konfidenzniveau
Im Rahmen des Value-at-Risk-Konzepts ist
es die Wahrscheinlichkeit, mit der ein
potenzieller Verlust innerhalb des
Intervalls liegt, welches durch den
Value-at-Risk angegeben wird.
Korrelation
Wechselbeziehung zwischen mindestens
zwei Variablen (zum Beispiel
Vermögenswerten), die positiv
(gleichläufig) oder negativ
(gegenläufig) sein kann, aber keine
Aussage zum Kausalzusammenhang (Ursache
– Wirkung) macht. Wichtige Größe bei der
Vermögensstrukturierung, um Risiken zu
streuen beziehungsweise abzusichern.
Kreditderivate
Finanzinstrumente, mittels derer das mit
Darlehen, Anleihen oder anderen
Risikoaktiva beziehungsweise
Marktrisikopositionen verbundene
Kreditrisiko auf als sogenannte
Sicherungsgeber auftretende Parteien
übertragen wird. Dabei werden die
ursprünglichen Kreditbeziehungen der
Sicherungsnehmer (die Parteien, welche
die Kreditrisiken abgeben) weder
verändert noch neu begründet.
Kreditrisiko
Risiko, dass Kunden ihren vertraglich
vereinbarten Zahlungsverpflichtungen
nicht nachkommen. Das Kreditrisiko
umfasst Ausfall-, Länder- (Länderrisiko)
und Abwicklungsrisiken.
L
Länderrisiko
Das Risiko, dass in einem beliebigen
Land ein Verlust aufgrund politischer
und sozialer Unruhen, Verstaatlichungen
und Enteignungen, staatlicher
Nichtanerkennung von Auslandsschulden,
durch Devisenkontrollen oder eine
Abwertung der Landeswährung entsteht.
Latente Steuern
Zukünftig zu zahlende oder zu
erstattende Ertragsteuern, die aus
unterschiedlichen Wertansätzen zwischen
Steuer- und Handelsbilanz resultieren,
oder der Wert nicht genutzter
steuerlicher Verlustvorträge oder
anderer steuerlicher
Anrechnungsguthaben. Sie stellen zum
Zeitpunkt der Bilanzierung noch keine
tatsächlichen Forderungen oder
Verbindlichkeiten gegenüber den
Finanzämtern dar.
Leverage Ratio
Verhältnis des den Deutsche
Bank-Aktionären zurechenbaren
Eigenkapitals zur Summe der Aktiva.
Leveraged Buy-out
Fremdfinanzierter Kauf (vollständig oder
teilweise) eines Unternehmens
beziehungsweise bestimmter
Unternehmensaktivitäten. Zins- und
Tilgungszahlungen werden aus dem
zukünftigen Ertrag des übernommenen
Unternehmens finanziert.
Leveraged-Finance-Aktivitäten
Finanzierung eines Unternehmenskaufs
mittels hoher Fremdkapitalaufnahme
(Leverage).
Liquiditätsrisiko
Bezeichnet die Gefährdung unserer
Gewinne und unseres Kapitals bei einer
potenziellen Unfähigkeit der Bank, ihre
Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen,
ohne dabei unannehmbar hohe Verluste
einzugehen.
M
Management Buy-out
Übernahme aller umlaufenden Aktien durch
das im Unternehmen tätige Management,
welches die Börsennotierung beendet.
Mark-to-market-Bewertung
Bewertung zu aktuellen Marktpreisen.
Gilt zum Beispiel für
Handelsaktivitäten.
Marktrisiko
Resultiert aus der Unsicherheit über
Veränderungen von Marktpreisen und
-kursen (inklusive Zinsen, Aktienkursen,
Wechselkursen und Rohwarenpreisen) sowie
den zwischen ihnen bestehenden
Korrelationen und ihren
Volatilitätsniveaus.
Merger & Acquisitions (M&A)
Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.
Mezzanine
Flexible Mischform zwischen Eigen- und
Fremdkapital. Hier: langfristiges
nachrangiges Finanzierungsinstrument zur
Wachstumsfinanzierung, das gleichzeitig
die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis
stärkt.
Monoline-Versicherer
Versicherer, die Kreditversicherungen
für Emittenten von Schuldverschreibungen
und andere Marktteilnehmer anbieten.
Monte Carlo-Simulation
Modell, das den Gewinn oder Verlust aus
einer Transaktion für eine große Zahl
(beispielsweise 10.000) von
unterschiedlichen Marktszenarien
berechnet.
Mortgage-backed Securities (MBS)
Asset-backed Securities, die
Hypothekenkredite verbriefen.
Unterkategorien sind Residential
Mortgage-backed Securities (RMBS) und
Commercial Mortgage-backed Securities
(CMBS).
N
Namensaktien
Aktien, die auf den Namen einer
bestimmten Person lauten. Diese Person
wird entsprechend den aktienrechtlichen
Vorgaben mit einigen persönlichen
Angaben sowie ihrer Aktienanzahl in das
Aktienregister der Gesellschaft
eingetragen. Nur wer im Aktienregister
eingetragen ist, gilt gegenüber der
Gesellschaft als Aktionär und kann
beispielsweise Rechte in der
Hauptversammlung ausüben.
Nettingvereinbarungen
Verträge, wonach gegenseitige
Forderungen zwischen zwei Parteien unter
bestimmten Voraussetzungen miteinander
verrechnet werden können –
beispielsweise im Insolvenzfall. Die
Einbeziehung einer rechtsverbindlichen
Nettingvereinbarung führt zu einer
Reduzierung des Ausfallrisikos von einem
Brutto- auf einen Nettobetrag.
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie
(basic) ergibt sich durch Division des
den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbaren Eigenkapitals durch die
Anzahl der ausstehenden Stammaktien
(basic, beide zum Bilanzstichtag).
O
Ökonomisches Kapital
Messgröße, anhand derer mit einem hohen
Maß an Sicherheit das Eigenkapital
ermittelt werden kann, das zu einem
beliebigen Zeitpunkt benötigt wird, um
unerwartete Verluste aus dem aktuellen
Engagement aufzufangen. Es ist streng
vom bilanziellen Eigenkapital zu
unterscheiden.
Operationelles Risiko
Risiko des Verlusts im Zusammenhang mit
Mitarbeitern, vertraglichen
Spezifikationen und deren Dokumentation,
Technologie, Versagen oder Zusammenbruch
der Infrastruktur, Projekten, externen
Einflüssen und Kundenbeziehungen. Diese
Definition schließt unter anderem
rechtliche und aufsichtsrechtliche
Risiken ein.
Option
Recht, den zugrunde liegenden
Optionsgegenstand (beispielsweise
Wertpapiere oder Devisen) von einem
Vertragspartner (Stillhalter) zu einem
vorweg fest vereinbarten Preis zu einem
bestimmten Zeitpunkt beziehungsweise in
einem bestimmten Zeitraum zu kaufen
(Kaufoption/Call) oder an diesen zu
verkaufen (Verkaufsoption/Put).
OTC-Derivate
Finanzinstrumente (Derivate), die nicht
standardisiert sind und nicht an einer
Börse, sondern direkt zwischen den
Marktteilnehmern (Over-the-Counter)
gehandelt werden.
P
Personalaufwandsquote
Prozentualer Anteil des Personalaufwands
an den Erträgen insgesamt, die als
Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im
Kreditgeschäft plus zinsunabhängige
Erträge definiert sind.
Portfolio (Portefeuille)
Allgemein: Teil oder Gesamtheit einer
oder aller Klassen von Vermögenswerten
(zum Beispiel Wertpapiere, Kredite,
Beteiligungen oder Immobilien). Die
Portfoliobildung dient primär der
Risikostreuung. Hier: Zusammenfassung
ähnlicher Geschäfte, insbesondere von
Wertpapieren und/oder Derivaten, unter
Preisrisikoaspekten.
Portfolio Management
Steuerung und Verwaltung eines
Wertpapierportfolios für Kunden. Kann
die ständige Überwachung des Portfolios
und nach Absprache mit dem Kunden auch
Käufe und Verkäufe einschließen.
Prime
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit
dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt
Kredite an Kreditnehmer mit hoher
Bonität verstanden werden.
Prime Brokerage
Eine Dienstleistung, die Clearing,
Abwicklung von Handelsgeschäften,
Custody, Aufstellung von Abschlüssen und
Finanzierung für institutionelle Anleger
beinhaltet.
Prime Services/Brokerage
Ein spezielles Dienstleistungsangebot
vor allem für Hedgefonds, das in erster
Linie aus Clearing, Abwicklung von
Handelsgeschäften, Custody, Aufstellung
von Abschlüssen und Finanzierung
besteht.
Private Banking
Geschäft mit anlageorientierten
vermögenden Kunden.
Private Equity
Kapitalbeteiligung an nicht
börsennotierten Unternehmen, zum
Beispiel Wagniskapital und
Buy-out-Fonds.
Projected Unit Credit Method
Anwartschaftsbarwertverfahren für die
Bewertung von Pensionszusagen; es
handelt sich um ein
Kapitalansammlungsverfahren nach IAS 19,
nach dem die Verpflichtung mit dem
versicherungsmathematischen Barwert des
am Abschlussstichtag erworbenen
Versorgungsanspruchs anzusetzen ist.
Charakteristisch ist, dass bei
dynamischen Pensionszusagen
Trendannahmen (zum Beispiel hinsichtlich
zu erwartender Gehaltssteigerungen) zu
berücksichtigen sind. Der Zinsfuß zur
Diskontierung orientiert sich an
Zinssätzen für Schuldverschreibungen,
die von Unternehmen mit hoher Bonität
begeben werden.
Q
Quantitative Anlagen
Portfolios von Aktien- und Rentenwerten
sowie von Hedgefonds. Das Management
erfolgt systematisch und regelgesteuert,
wobei hauptsächlich fundamentale
Anlagekriterien angewandt werden. Die
Auswahl beruht auf der Verarbeitung
großer Datenmengen, für die quantitative
Methoden und Techniken zum Einsatz
kommen.
R
Rating
Extern: standardisierte Beurteilung der
Bonität des Emittenten und seiner
Schuldtitel durch spezialisierte
Agenturen.
Intern: detaillierte Risikoeinschätzung
jedes Exposure eines Schuldners.
Repogeschäft (Repurchase Agreement)
Rückkaufvereinbarung bei
Wertpapiergeschäften (echte
Pensionsgeschäfte, deren Gegenstand
weiterhin dem Pensionsgeber zuzurechnen
ist). Aus Sicht des Pensionsnehmers wird
von einem Reverse-Repo-Geschäft
gesprochen.
Residential Mortgage-backed Securities
(RMBS)
Mortgage-backed Securities (MBS), die
Wohnungsbaukredite verbriefen.
Return on Equity
(RoE)/Eigenkapitalrendite
Grundsätzlich: Kennziffer zur
Ertragslage eines Unternehmens, die das
Ergebnis (Jahresüberschuss) im
Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital
darstellt. Hier: Ergebnis in Prozent des
im Jahresdurchschnitt eingesetzten
Eigenkapitals.
S
Sachaufwandsquote
Prozentualer Anteil des zinsunabhängigen
Sachaufwands, der sich aus den
zinsunabhängigen Aufwendungen abzüglich
Personalaufwand zusammensetzt, an den
Erträgen insgesamt, die als
Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im
Kreditgeschäft plus zinsunabhängige
Erträge definiert sind.
Sale and Leaseback
Transaktion, bei der eine Partei zum
Beispiel eine Immobilie an eine andere
Partei verkauft und anschließend zur
weiteren Nutzung zurückmietet
beziehungsweise least.
Sarbanes-Oxley Act (SOX)
US-Kapitalmarktgesetz aus dem Jahr 2002,
das als Reaktion auf eine Anzahl von
Bilanzskandalen die Corporate Governance
stärken und damit das Vertrauen der
Investoren in den Kapitalmarkt
zurückgewinnen soll. Die neuen und
erweiterten Regelungen gelten für alle
an einer US-Börse gelisteten Unternehmen
und reichen von zusätzlichen
Vorstandsaufgaben bis zu
strafrechtlichen Bestimmungen.
Schariakonform
Im Einklang mit der islamischen
Gesetzgebung.
Securitization (Verbriefung)
Grundsätzlich: Verkörperung von Rechten
in Wertpapieren (beispielsweise Aktien
und Schuldverschreibungen).
Segmentberichterstattung
Offenlegung von Vermögens- und
Ergebnisinformationen eines
Unternehmens, untergliedert nach
Tätigkeitsbereichen
(Unternehmensbereichen) und
geografischen Merkmalen (Regionen).
Shareholder Value
Managementkonzept, das dauerhafte
Wertsteigerungen des Unternehmens in den
Mittelpunkt strategischer und operativer
Entscheidungen stellt. Kerngedanke ist,
dass nur Renditen, die über den
Eigenkapitalkosten liegen, Wert für die
Aktionäre schaffen.
SPAC (Special Purpose Acquisition
Company)
Börsennotierte Gesellschaft, die Kapital
beschafft, um ein bestehendes
Unternehmen zu übernehmen.
Subprime
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit
dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt
Kredite an Kreditnehmer mit geringer
Bonität verstanden werden.
T
Trade Finance
Umfasst alle Dienstleistungen in den
Bereichen Trade Finance Services sowie
Trade and Risk Services. Der
Geschäftsbereich betreut das
Exportfinanzierungs- und
Risikoabsicherungsgeschäft mit
Finanzinstituten und Firmenkunden. Dazu
gehören multinationale Unternehmen,
etablierte und aufstrebende Unternehmen
sowie Unternehmen des öffentlichen
Sektors.
S
Swaps
Grundsätzlich: Austausch von
Zahlungsströmen. Zinsswaps: Tausch von
Zinszahlungsströmen gleicher Währung mit
unterschiedlichen Konditionen
(beispielsweise fest/variabel).
Währungsswaps: Tausch von
Zinszahlungsströmen und Kapitalbeträgen
in unterschiedlichen Währungen.
Sustainability (Nachhaltigkeit)
Bezeichnet das Zusammenspiel von
Ökonomie, Ökologie und
gesellschaftlicher Verantwortung mit dem
Ziel, die Lebensgrundlagen der
Menschheit nachhaltig und zukunftsfähig
weiterzuentwickeln.
T
Trust & Securities Services
Breite Palette von administrativen
Dienstleistungen für Wertpapiere. Dazu
gehören zum Beispiel
Wertpapierverwaltung und -verwahrung
(Custody), Treuhandverwaltung von
Wertpapieren, Emissions- und
Zahlstellendienste, Depotbankfunktion
für American Depositary Receipts (ADRs).
U
US GAAP (United States Generally
Accepted Accounting Principles)
Rechnungslegungsstandards der USA, die
in engerem Sinne durch Verlautbarungen
des Financial Accounting Standards Board
(FASB) sowie des American Institute of
Certified Public Accountants (AICPA)
gebildet werden. Darüber hinaus sind
insbesondere für börsennotierte
Unternehmen die von der
Wertpapieraufsichtsbehörde Securities
and Exchange Commission (SEC)
entwickelten Interpretationen und
Auslegungen von Relevanz. Ähnlich den
IFRS liegt die maßgebliche Zielsetzung
in der Bereitstellung
entscheidungsrelevanter Informationen im
Jahresabschluss, die insbesondere für
Investoren nützlich sein sollen.
V
Value-at-Risk-Konzept
Misst für ein gegebenes Portfolio den
potenziellen künftigen Verlust (bezogen
auf den Marktwert), der unter normalen
Marktbedingungen in einer bestimmten
Periode und mit einem bestimmten
Konfidenzniveau nicht überschritten
wird.
W
Wrapped Bond
Schuldverschreibung, die von Dritten
versichert oder garantiert wird.
Z
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Nicht derivative finanzielle
Vermögenswerte, die als zur Veräußerung
verfügbar klassifiiziert sind und nicht
als Kredite und Forderungen oder zum
Fair Value klassifiziert sind. Sie
werden mit ihrem Fair Value in der
Bilanz ausgewiesen. Änderungen des Fair
Value werden grundsätzlich
erfolgsneutral in den nicht in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
berücksichtigten Gewinnen/Verlusten
innerhalb des Eigenkapitals gezeigt.
Wertminderungen und realisierte Gewinne
und Verluste werden in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung vereinnahmt.
Zielgrößendefinition
Bestimmte signifikante Gewinne (wie
Gewinne aus dem Verkauf von
Industriebeteiligungen, Geschäftsfeldern
oder Immobilien) oder signifikante
Aufwendungen (wie
Restrukturierungsaufwendungen,
Goodwillabschreibungen oder Aufwendungen
aus Rechtsstreitigkeiten) werden in
unserer Zielgrößendefinition
unberücksichtigt gelassen, wenn diese
keine Bedeutung für den zukünftigen
Erfolg der Kerngeschäftsfelder der
Deutschen Bank haben.
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